Spreng + Partner Architekten AG

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Wettbewerb Überbauung Taubenloch

Biel

4. Rang, Ankauf

Auf Einladung

Jurybericht

Das Projekt schlägt einen Hochhausbau an vorderster Front beim nordwestlichen Brückenkopf der Schüss vor. Die Autoren rechtfertigen den Standort des über 70 m hohen Turms durch die Besonderheit des Ortes an der Schnittstelle zwischen Schlucht, Wasser und Stadt. Dieser Turm soll auch das Wahrzeichen des Quartiers Bözingen werden und sich gut in die Hochhaussilhouette von Biel integrieren. Auf jeden Fall wird das Gebäude das Quartier einschneidend prägen und auch zu einem neuen Tor zur Stadt werden. Ob die Art der Nutzung in Form eines Budget-Hotels und eher einfachen Wohnungen dieser herausragenden städtebaulichen Situation angemessen ist, bleibt zu hinterfragen.

Durch den kompakten Fussabdruck wird Platz frei für einen öffentlichen Freiraum, der als renaturierte Parklandschaft konzipiert ist. Um dem Hochhaus den geeigneten Vorraum zu geben, wird die bestehende Brücke zu einer Plattform erweitert. Dies ist aufgrund der Wasserbauvorschriften nicht bewillligungsfähig.

Das Erdgeschoss wird als öffentliche Zone interpretiert. Die Hotellobby ist zugleich die Eingangshalle für die Bewohner und das Restaurant ein städtischer Treffpunkt. Dieser Nutzungsmix ist betrieblich anspruchsvoll, wird aber der speziellen Bedeutung des Hauses gerecht.

Die kleineren Wohnungen sind in den ersten 12 Geschossen um einen massiven Kern organisiert. Darum herum ist eine Balkonschicht angeordnet, die sich in der Ausdehnung reduziert je höher das Haus wird.

Diese dynamische Geste wird städtebaulich begründet, ergibt aber beliebige Terrassenbreiten und dadurch auch qualitativ unterschiedliche Wohnungen.

Es folgen danach zwei Geschosse mit grösseren Duplex-Wohnungen, welche ihren Aussenraum mittels eingeschnittenen Loggien haben. Ein Zwischengeschoss mit Technik, Waschsalon und Hobbyräumen wird als Gemeinschaftsgeschoss deklariert. Darüber in weiteren vier Geschossen befindet sich das Hotel mit 80 Gästezimmern. Das oberste Geschoss ist wiederum öffentlich und offeriert eine Nutzung als Co-Working Space, ein weiteres Restaurant mit Bar und Aussichtsterrasse.

Dieses gemischte Angebot an unterschiedlichen Nutzungen kann einem modernen gemeinschaftlichen Zusammenleben gerecht werden und entspricht dem visionären Gedanken dieses aussergewöhnlichen Hauses. Für einen effizienten Betrieb müsste sich die Hotelnutzung in den unteren Geschossen befinden. Dies wäre auch für die Lagequalität der Wohnungen optimaler.

Zu würdigen ist der Versuch, durch das Angebot für die Öffentlichkeit das markante Hochhaus städtebaulich zu legitimieren.

Konstruktiv wird das Gebäude präzis ausformuliert. Um einen massiven und aussteifenden Erschliessungskern stapeln sich Holzdecken aus Brettholzdecken, was dem Gebäude einen geschichteten filigranen Ausdruck verleiht. Es werden genaue Angaben über die Aussteifung mit zusätzlichen vorgefertigten Wänden gemacht. Die grossen Auskragungen in den unteren Geschossen erscheinen grenzwertig. Das Gebäude wirkt leicht und ist ein direktes Abbild seiner einfachen Konstruktion.

Es werden zwei Untergeschosse mit Tiefgarage und Nebenräumen vorgeschlagen. Die Tragwerklasten des Hochhauses werden mittels Bohrpfählen auf den 12 m unter Terrain liegenden Felsen abgetragen. Insgesamt erscheint das statische Konzept verständlich und plausibel.

Das Hochhaus erscheint auf den ersten Blick provokativ und beweist auf den zweiten eine subtile städtebauliche und architektonische Auseinandersetzung. Das Projekt hat einen hohen Innovationsgrad und vertritt eine moderne zukunftsweisende Gesellschaft, die nach Wohnqualität und Individualität strebt, aber auch die Gemeinschaft sucht und sich weiterentwickelt. Die städtebauliche Dominanz wird in der Jury kontrovers diskutiert.

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Städtebau

In respektvoller Distanz zur felsigen, dunklen Taubenlochschlucht steht die neue „Landmark“, das Holzhochhaus. Der Standort mit seiner Höhe fügt sich nahtlos in die bestehende Hochhausstruktur und -verteilung der Stadt Biel ein. Durch das Hochhaus erhält der Kern von Bözingen ein neues Wahrzeichen. Das neue Hochhaus thematisiert die Besonderheit des Ortes an der Schnittstelle zwischen Schlucht, Wasser und umbauten Raum und ergänzt das Quartier zu einem Ensemble mit Brückenplatz. Durch seine Position fasst es den Raum, signalisiert den Eingang zur Taubenlochschlucht und definiert diesen zum urbanen Ort. Durch das Abdrehen der auskragenden Geschossebenen gegen Südwesten hin, erhält das geschützte Haus „zum wilden Mann“ seine Wichtigkeit und Referenz. Duch das Parallelstellen des Hochhaustorsos zur Schüss hin entsteht östlich ein kontrollierter, ruhiger Uferraum, welcher das geschützte Haus „Oldfactory“ respektiert und ebenfalls in die neue Brückenplatzsituation einbindet. Die westliche Schluchtwand wird als Raum freigehalten. Durch die Gebäudepositionierung wird im Schluchtdelta Platz geschaffen und gegen die Stadt hin Spannung aufgebaut. Das Hochhaus positioniert sich präzis in derselben Art wie die bestehenden Umgebungsgebäude. Diese weisen jeweils einen gestaffelten Abstand zur Haupterschliessungsstrasse auf. Das Erdgeschoss ist auf der südlichen Seite städtischer Platz und nördlich zum Wasser hin beliebter, kommunikativer Sitz- und Verweilort. Die Geste der unterschiedlich auslaufenden und auskragenden Geschossebenen gibt dem Gebäude seine Form. 

Aussenraum

Der Aussenraum profitiert vom kleinen Fussabdruck des Hochhauses und lässt Raum für eine Renaturierung der westlichen Uferüberbauung mit natürlicher Terraingestaltung, welche zum Verweilen einlädt. Der hintere Flussraum kann weitläufig aufgewertet werden. Es entsteht ein grosszügiger öffentlicher Freiraum, der die Schluchtlandschaft hautnah erleben lässt. Der Vorplatz dient als Eingang für die Wohnungen und das Hotel, der Vorfahrt von Car und Taxi, der Anlieferung, dem Zugang zur Schlucht und der Einfahrt in die Tiefgarage. Dächer aus Beton in Anlehnung an Bäume spenden Schatten und Regenschutz und sind Infosäulen für die Schlucht und die lokale Geschichte. Der Aufgang zur Schlucht ist durch neue, felsartige Gebilde bereits an der Hermann-Lienhard-Strasse erkennbar. Ein gepflasterter Weg führt entlang der Felskante organisch nach oben zum ehemaligen Kassenhäuschen. Durch diese Wegführung an der Kante wird bereits die Mächtigkeit und Höhe der Schlucht erlebbar. Gleichzeitig entlastet diese neue Wegführung die privaten Aussenräume der angrenzenden Wohnhäuser. Der freiwerdende Grünbereich kann zu Schrebergärten erweitert werden. Ein neuer Weg führt auch beidseitig um den Neubau zur hinteren Schluchtlandschaft. Abgestufte Plateaus mit Sitzmauern aus Stampfbeton dienen als Aufenthaltsflächen, Grill- und Spielplatz und führen zum Wasser hinunter. Der Hochwasserschutz und der Weg für den Unterhalt entlang der Schüssmauer sind durch die Terrainmodellierung weiterhin gewährleistet. Die Ebenen sind aus kiesigem Material und Schotterrassen. Eine Initialpflanzung und eine natürliche Spontanvegetation können sich entwickeln. Wildgehölze und Einzelbäume aus Weiden, Birken und Zitterpappeln ergänzen die Begrünung und bieten schattige Aufenthaltsbereiche. Grössere Steine oder  Holzstämme und eine Kombispiellandschaft aus Holz liegen wie Schwemmgut herum und dienen als Spiel- und Sitzgelegenheiten. Auch hier bietet ein Betondach Witterungsschutz und Infos zur Schlucht. 

Erschliessung und Wegführung

Die öffentliche Fussgänger-Wegführung zum Wanderweg verläuft westlich mit einer grosszügigen Zuwendung, welcher neu auf der Felskante geführt wird. Zusätzlich zweigt westlich eine neugeschaffene Fussgängerverbindung ins renaturierte Flussdelta ab. Die PW-Erschliessung verläuft für Car und Taxi über den Brückenplatz. Die Zufahrt zur Einstellhalle verläuft von der Hermann-Lienhard-Strasse her. Die erste Parkebene ist für Schluchtbesucher, Hotel und Gewerbe reserviert. Die zweite ist für die Hochhausbewohner reserviert. Die Anlieferung für Hotel, Restaurant und Gewerbe erfolgt ebenfalls über den neuen Brückenplatz mit einer Rückstossanlieferung westlich des Hochhauses. So bleibt auf der Nordseite der Bereich zum Flussdelta hin autofrei. Östlich der Schüssuferverbauung verläuft der öffentliche, LKW-befahrfähige Zugang. Die Erschliessung des Gebäudes ist im Erdgeschoss durchgängig öffentlich mit Hotelzugang südlich vom Platz her. Die Bewohner, die Hotelgäste, die Mieter der Gewerbeebene im Dachgeschoss sowie die Nutzer der Einstellhalle benutzen die westliche Eingangszone. Intern wird das Hochhaus mit drei Aufzugsanlagen und einem Fluchttreppenhaus erschlossen. Eine Schlüssel- oder Badge-Bedienung im Lift ermöglicht eine gezielte Zutrittsberechtigung für die Wohn- und die Hotelebenen. Die Gewerbeebene auf dem Dach sowie die obere Parkingebene sind frei zugänglich.

Raumprogramm, Nutzungsverteilung

In der Erdgeschossebene findet der öffentliche Zugang zum Hotel, zu den Wohnungen, den Gewerbenutzungen und der Einstellhalle statt. Südlich öffnet sich die Hotellobby zur Stadt und östlich der Frühstücksraum, mit Morgensonne, gegen die Schüss hin. Der Aussenraum dazu ist durch die auskragende, darüberliegende Ebene gedeckt und wird im Sommer zur verschatteten Terrasse. Im nördlichen Erdgeschoss ist die offene Hotelküche angeordnet. In den 14 Ebenen über der Eingangsebene befinden sich die 60 Etagenwohnungen mit achtundvierzig 2,5-ZW und zwölf 3,5-ZW. Zuoberst befinden sich die fünf grösseren Duplexwohnungen mit insgesamt zwei 3,5-ZW, einer 4,5-ZW sowie zwei 5,5- ZW. In der Ebene 15 organisiert sich die Gemeinschaftsebene mit dem Nutzungsangebot von Gemeinschaftsraum, Hobbyraum, Fitness-/Wellnessraum und Trocknungsraum /Waschsalon. Im Kern der Gemeinschaftsebene befindet sich die Technikzentrale für Hotelzimmer sowie die Lüftungsverteilung fürs Wohnen. In den Ebenen 16 bis 19 befinden sich die 80 Hotelzimmer. Die öffentliche Ebene 20 bietet Gewerbefläche, Co-Working Space, ein Restaurant, eine Bar und eine windgeschützte Loggia/Terrasse mit Aussicht auf Stadt, See, Jura und Alpen

Statik, Konstruktion, Materialisierung

Die Themen der Schluchtschichtungen, Auskragungen, geschliffene Oberflächen und die Materialisierung sind aufgenommen und neu interpretiert. In den unteren Wohngeschossen bergen und schützen die auskragenden, umlaufenden Geschossebenen die filigranverglasten Fassaden. Die grosszügigen Verglasungen der Fassaden sorgen für Transparenz und für helle Räume. Im Innern weist das Holzhochhaus eine disziplinierte Grundstruktur mit aussteifendem, massiven Kern auf. Die Materialisierung des Hochhauses aus Holz, soll für den Betrachter innen und aussen sichtbar und spürbar sein. Die Geschossdecken sind mit Ausnahmen des massiven Erschliessungskerns als grossformatig vorgefertigte Brettsperrholzdecken vorgesehen, welche linear auf dem Erschliessungskern und in der Fassadenebene punktuell auf Stützen aufliegen. Gleichzeitig werden die umlaufenden Aussenebenen mittels Auskragungen dieser Holzdeckenelemente konstruiert. Auf die Auskragungen in den Gebäudeecken wird mit Randträgern reagiert, aufwändige Kragplattenanschlüsse entfallen. Auf den Decken wird nach erfolgter Montage und Installation eine 6 cm dicke, elastisch gebundene Kalksplittschüttung aufgebracht, die für einen optimalen Schallschutz sorgt und als horizontale Installationsschicht dient. Die technischen Vorteile der Holzdecken liegen einerseits im geringen Gewicht, das sich auch positiv auf die Erdbebenlasten auswirkt und andererseits dank der Vorfertigung in der raschen, effizienten Bauweise. Die Aussteifung des Gebäudes wird durch den über die ganze Höhe durchlaufenden Erschliessungskern und vom Erdgeschoss bis zur 14. Etage zusätzlich über je drei vorgefertigte Wände gewährleistet. Die Tragstruktur aus Holz ist skelettartig. Die innere Materialisierung lebt von den sichtbaren Holzdecken, Holzwänden und Holzstützen an der grosszügig verglasten Fassade. Diese Holzdecken und Wände wirken sich umweltphysiologisch positiv auf den Bewohner aus. Ein geschliffener Unterlagsboden gibt dem Innenraum halt und stellt die im Winter solarenergetisch wichtige Speicherfunktion der Böden im Innern sicher. Ein Holzhochhaus ist in der Schweiz nach Rücksprache mit der Gebäudeversicherung mit den neuen Brandschutzvorschriften bau- und bewilligungsfähig. Die möglichen baulichen Massnahmen (Rauchmelder, Sprinkler, auskragende Ebenen als Brandschürzen, möglichst keine inneren und äusseren Kapselungen, etc.) müssen zusammen mit der Kantonalen Gebäudeversicherung im Baubewilligungsverfahren und in der Realisierung evaluiert, entwickelt und ausgeführt werden. Die Inter- und Transdisziplinarität in der Zusammenarbeit von Entwickler/Bauherr, Architekt/ Ingenieur+Gebäudeversicherung wird sich hier bewähren.

 Baugrube und Fundation

Der Wettbewerbsperimeter konzentriert sich auf den flachen südwestlichen Teil zwischen Schüss und dem Fuss des steilen Hanges und liegt gemäss der Grundwasserkarte des Kantons Bern am Rand der Grundwasserschutzzone auf. Dokumentierte Kernbohrungen geben Aufschluss über den Grundwasserspiegel und die Bodenschichten. Der Grundwasserspiegel lag im September 2015 auf ca. 442 m.ü.M. Die geplante Fundationskote des Projekts liegt auf 439 m.ü.M. und damit rund 3 m unter dem zu erwartenden Grundwasserspiegel. Die Baugrube wird in diesem Umfeld mittels umgehendem geschlossenem vertikalen Baugrubenabschluss realisiert. Der zur Aufnahme von grossen Bauwerklasten geeignete Fels liegt 12 m unter Terrain an. Das Projekt baut zwei Geschosse unter Terrain. In beiden Geschossen ist die identische Nutzung von mehrheitlich Parking, Technik und Kellerräumen vorgesehen. Das Holzhochaus steht exzentrisch auf den beiden Untergeschossen. Die Tragwerkslasten werden über vertikal durchgehende Betonwände bestehend aus Erschliessungskern und Wohnungstrennwände in den Fundationshorizont geführt, und mittels verrohrt gebohrten Bohrpfählen auf den gut tragfähigen Fels abgetragen. Die Parkingdecken sind als Flachdecken konstruiert und bringen ihre Lasten Punktförmig auf die Bodenplatte. Die geringeren Lasten des Parkings können flach fundiert werden. Die zwei Untergeschosse sind für die vorgegebenen Randbedingungen ideal. Zum einen ist der durch den Einbau in das Grundwasser anstehende Auftrieb, massgebend unter der Parkingfläche, durch die Eigenlasten der Konstruktion kompensiert, und die zur Abtragung der Hochhauslasten notwendigen Bohrpfähle werden mit einer Länge von ca. 6 m (UK Bodenplatte bis OK  Fels) sehr kurz, was die technischen Risiken und finanziellen Aufwendungen minimiert.

Energetische Massnahmen, Low-Tech Bauökologie, smarte Haustechnik

Die passive Nutzung der Sonnenenergie steht an erster Stelle. Die raumbildenden, umlaufenden und auskragenden Geschossebenen sorgen im Sommer für eine wirksame Verschattung in den Wohngeschossen. Die Hotelgeschosse erhalten einen adäquaten sommerlichen Sonnenschutz. In der Heizperiode fällt durch die Verglasungen ein natürlicher Energieeintrag an. Die solare Energie wird im Unterlagsboden, dem massiven Kern und den profilierten Holzdecken gespeichert. Es ist keine konventionelle Bedachung vorgesehen, sondern eine matte, dachflächendeckende PV-Anlage. Das Lüftungskonzept geht vom Kern aus. Frische Luft wird in die Räume geblasen und abgezogen. Eine individuelle Lüftung über die Fenster ist jederzeit möglich. Die Lage der Lüftungsanlage im Technikgeschoss ermöglicht für alle Nutzungen kurze Kanalführungen. Eine Wärmeerzeugung (Schnitzelheizung) im Untergeschoss versorgt das Holzgebäude mit nachwachsender, erneuerbarer Energie. Um schnell auf Änderungen reagieren zu können erfolgt die Wärmeabgabe in den Nutzungen Hotel und Gewerbe mit Radiatoren und Konvektoren. In den Wohnungen wird die Wärme mit einer Fussbodenheizung an die Räume abgegeben. Die Speichermasse kann dadurch optimal genutzt werden. LED-Leuchten sorgen für ein attraktives und energieeffizientes künstliches Licht. Die natürliche Belichtung erfolgt über die grosszügig verglaste Aussenfassade. Gegen aussen anschliessend sind die Beschattungselemente in Form von verschiebbaren Jalousieelementen organisiert. Vorhänge im Rauminneren können nach Bedarf eine zusätzliche Verdunkelung gewährleisten.

Konstruktion, Bauphysik

Die klare Gebäudestruktur ermöglicht eine rationelle, ressourcenschonende Bauweise. Das Gebäude erhält aus konstruktiven, energetischen und ökonomischen Gründen eine ausgezeichnet gedämmte, lückenlose Hülle. Die verwendeten Bauteile und natürlichen Materialien entsprechen den Labeln Minergie- P-ECO, LEED, u.a. und sind strapazierfähig sowie langlebig. Für die massiven Bauteile wird, wenn immer möglich, Recyclingbeton verwendet. Der Unterlagsboden wird mit Kies aus der Umgebung hergestellt.

Die nachwachsende Stadt

Konzeptionelle Überlegungen führen zu einem Lösungsansatz, welcher die Anforderungen der 2000-Watt Gesellschaft und der Energiestadt Biel erfüllen. Das Projekt ist über seinen ganzen Lebenszyklus für den Investor und die Mieterschaft wirtschaftlich. Ein rationelles Tragsystem, klare, einfache Strukturen und langlebige Materialien stellen die Wirtschaftlichkeit sicher. Eine optimal gedämmte Gebäudehülle und die Nutzung der Sonnenenergie sind die Voraussetzungen für tiefe Betriebskosten, Komfort und Behaglichkeit.

Zukunftsfähigkeit

Das Projekt entspricht den Postulaten des Bundesrates und der Nachhaltigkeit nach SIA 112/1. Zukünftige Entwicklungen werden mit einer Lebenszyklusanalyse und hohen Zielsetzungen an die intertransdisziplinäre Planung vorweggenommen.

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Wettbewerb Areal Rothornstrasse

Interlaken

Auf Einladung



Lage im städtebaulichen Kontext

Interlaken zeichnet sich - mit Ausnahme der Bahnhofstrasse - Höhenweg - Centralstrasse durch eine weitgehend offene Bauweise sowie solitäre Grosshäuser (Hotels, Landhäuser etc.) mit parkartigen Gartenanlagen aus. Diese Massstäblichkeiten und Körnung der Bebauung charakterisieren auch das um das ehemalige Zeughaus-Areal gebaute Quartier. Ortsbaulich prägend sind insbesondere das nordwestlich liegende, stattliche Landhaus (Gemeindeverwaltung) im Möösli-Park mit dem raumbildenden Baumbestand, welches heute die Gemeindeverwaltung beherbergt, aber auch das markante Kopfgebäude an der Rugenparkstrasse / Rugenaustrasse (ehemaliges Hotel, heute mit Wohnnutzung umfunktioniert), als geschützte, solitäre Grossbauten. Das Areal Rothornstrasse liegt stirnseitig prominent am städtisch in Erscheinung tretenden Gebiet um den Bahnhof Interlaken West und bildet den Übergang ins Wohnquarter. Nordwestlich davon wird im Gebiet zwischen Eisenbahnlinie (Fabrikstrasse) und Rugenparkstrasse eine grössere  Wohn- und Dienstleistungsüberbauung realisiert. Nordöstlich des Verkehrskreisels General- Guisanstrasse und Rugenparkstrasse dominiert das massige Bauvolumen des Einkaufszentrums,  welches einerseits den Massstab der Solitärhäuser sprengt und andererseits das Strassendreieck  General Guisanstrasse, Rugenparkstrasse und Niesenstrasse/Bernstrasse mehr oder weniger ausfüllt. Westlich und östlich bilden Mehrfamilienhäuser, die keinen Bezug zum ehemaligen Zeughaus-Areal haben, den Übergang ins Quartier.

Bebauungsvorschlag „VIVA“

Der Vorschlag VIVA sieht vor, das Areal mit vier fast gleichen, quadratischen Gebäudevolumen zu bebauen, welche als solitäre Grosshäuser die gebaute Quartierstruktur übernehmen und klären. Städtebaulich bilden diese vier Grosshäuser den Abschluss der grossen geschwungenen Geste mit für Interlaken typischen solitären Grossbauten (Hotels, etc.) - von der Höhematte über die Bahnhofsstrasse bis zur Rugenparkstrasse - die als starke Randbebauung auch die Grünräume und wichtigen Strassenachsen fassen. Sie bilden zudem einen kräftigen Rand zur Parkanlage des Gemeindehauses und ein räumliches Pendant zu den hohen Baumgruppen. Durch die lineare Anordnung entsteht eine Parkseite und eine Hofseite. Der Gebäudekubus an der nördlichen Stirnseite beherbergt das Alterswohnen mit Service und öffnet sich im Erdgeschoss mit allgemeinen Räumen zur Stadt hin. Die Nordfassade liegt an der Parzellengrenze zum Grundstück Nr. 2023, welches in der Zone für öffentliche Nutzung liegt und sich im Eigentum der Einwohnergemeinde  Interlaken befindet. Dieses Grundstück wird auch zukünftig als neu gestaltete Entsorgungstelle genutzt. Mit einem Näherbaurecht und der Stellung des Gebäudes direkt an die Parzellengrenze kann die an der General Guisanstrasse vorherrschende Strassenflucht der offenen Bauweise aufgenommen werden, sowie der Raum am Beginn der Strasse gefasst und so klar definiert werden.      

Warum werden die bestehenden Arealbauten vollständig abgerissen und das Areal neu überbaut?

Die Analyse der bestehenden Gebäudestruktur zeigt auf, dass das L-förmige Zeughaus, welches als erhaltenswert eingestuft ist, sowie der Platz davor gegen Nordosten hin, durchaus seinen Charme hat und räumliche, gestalterische und architektonische Qualitäten aufweist. Die ungünstige (hohe) Geschosshöhe sowie die baupolizeilichen Auflagen bezüglich der max. Gebäudelänge, Gebäudehöhe und Grenzabstände etc. haben aufgezeigt, dass sich eine investorenfreundliche Wohnnutzung unter Einbezug gewisser historischer Gebäudeteile nicht rentabel planen und realisieren lässt. Die geforderte Hauptnutzfläche kann so leider bei weitem nicht erreicht werden.

Wieso vier Punkthäuser?

Obwohl das Baureglement eine max. Gebäudelänge von 40 m erlaubt, verzichtet der Vorschlag VIVA auf lange Mehrfamilienhäuser, weil sie merklich nicht in die gebaute Quartierkörnigkeit hineinpassen und diese massstäblich sprengen. Die vier Gebäudekuben mit einer Grundfläche von 23.5 m x 23.5 m erlauben ein noch massstäbliches, vertretbares Überbauen des Quartierareals, welches dem Zeitgeist betreffend verdichtetem Bauen jedoch folgt und die geforderte anzubietende Hauptnutzfläche sogar noch überbietet. Die lineare Anordnung der vier Gebäudekuben wirkt quartierintern beruhigend und klärend. Zudem weist ein Kubus ein ausgezeichnetes, energieeffizientes Verhältnis der wärmeabgebenden Hüllfläche zum beheizten Volumen, den sogenannten A/V-Verhältnis, auf. Die Gebäudekuben weisen drei Vollgeschosse mit einer durchgehenden Gebäudehöhe von 10.0 m auf.  Die Attikageschosse werden konsequent auf allen vier Seiten  um 3.0 m zurückversetzt.  Laut Baureglement könnte das Attika zweiseitig bis auf 20cm Rücksprung an die untere Fassadenflucht gebaut werden. Die Gebäudekuben würden auf diesen Seiten jedoch als faktisch  vier vollgeschossige Bauten in Erscheinung treten und im Quartier unmassstäblicher wirken. Im Sinne einer konsequenten Auslegung des bestehenden Baureglements, sieht der Vorschlag VIVA jedoch ein doppeltes Attikageschoss mit einer markanten Rückversetzung vor. Die gewählte Ausbildung des Attikas orientiert sich dabei an den voluminösen Dachgestaltungen der solitären Grosshäuser auf dem Bödeli, die vielfach durch Mansardendächer und turmartige Dachaufbauten geprägt sind. Das Gemeindebaureglement gibt in den Ortsbildgestaltungsbereichen bei einem qualifizierten Verfahren einen grösseren Gestaltungsspielraum und die Möglichkeit, von den baupolizeilichen Massen abzuweichen, wenn dies der vorherrschenden Bebauung bzw. den strukturbildenden Merkmalen entspricht. In punkto Ortsbildgestaltungsbereich sind die vier grossvolumigen Punkthäuser des Bebauungsvorschlags VIVA mit den doppelten Attikageschossen adäquat zu den das Ortsbild prägenden grossvolumigen Typologien der Hotels und der Landhäuser. Auch in direkter Umgebung entspricht der Bebauungsvorschlag in Höhe und Masse einer Mehrzahl der vorherrschenden Bauten: um den Kreisel General Guisanstrasse/ Rugenparkstrasse:  nördlich vorherrschend auf  der Parz. Nr. 234 den flächendeckenden Quartierkomplex des  Einkaufszentrums, westlich die beiden in der Höhe und Masse stattlichen Liegenschaften Nr. 875 und Nr. 1564 und östlich auf der Parzelle Nr. 1106 das in Masse und Firsthöhe auch stattliche Landhaus. Falls wider Erwarten das qualifizierte Verfahren und die oben erwähnte Auslegung des Baureglementes nicht  bewilligungsfähig sind, kann der Bebauungsvorschlag etappiert und VIVA mit einem einstöckigen Attikageschoss realisiert werden, sowie das 2. Attikageschoss nach einer späteren Aufzonung nachträglich erstellt werden. (Nota bene: der Überbauungsvorschlag VIVA stellt auch in diesem Fall keine Variante sondern den Endzustand dar.) Der Babauungsvorschlag VIVA hält gegen Westen für jedes der vier Punkthäuser je den grossen Grenzabstand GA ein; gegen Osten gilt der kleine Grenzabstand inkl. Gebäudelängenzuschlag: gegen Norden rechnet VIVA mit einem Grenzbaurecht (Näherbaurecht) zur einwohnergemeindeeigenen Parzelle Nr. 2023 und gegen Süden hält VIVA den Strassenabstand ein; Bei gemeinsamer Projektierung einses Areals mit mehreren Bauten können die arealinternen Grenz- und Gebäudeabstände frei bestimmt werden (Gestaltungsfreiheit gemäss Art. 75 BauG - siehe die drei Zwischenräume zwischen den vier Punkthäusern).          

Verkehr und Umgebungsgestaltung

Die gesamte Überbauung ist prinzipiell frei von motorisiertem Individualverkehr und gänzlich verkehrsberuhigt; einzig für die Feuerwehr und für Zügelwagen, kann und soll die Achse auf der „Hofseite“ genutzt werden können. Diese Hofseite gehört den Bewohnern, den Velos, den spielenden Kindern. Die grosszügige, besonnte Zone bietet eine hohe Aufenthaltsqualität, sie lädt zum Aufenthalt und zur Begegnung ein. Folgerichtig sind auch die Eingänge der vier Punkthäuser von Westen her erschlossen. Den Auftakt bildet die Platzfläche im Vorbereich der Alterswohnungen mit einem stärker öffentlichen Charakter und dem  dazugehörigen Aussenraum mit Sitzmöglichkeiten.  Im Osten läuft die offene, grüne Parklandschaft bis um die vier Gebäudevolumen  herum und  darüber hinaus. Der Möösli-Park um das Landhaus mit der Gemeindeverwaltung läuft direkt weiter und kann bestenfalls ohne abgrenzende Einfriedungen als ein zusammenhängender Grünraum erlebt und gelesen werden. Für Velos stehen dezentral angeordnete, gedeckte und abschliessbare Unterstände zur Verfügung. Die Standorte strukturieren die Abfolge von Wegen und sich weitenden Plätzen.  Zusätzlich gibt es einen grossen, abschliessbaren Veloraum im Untergeschoss, welcher via Einstellhallenrampe erschlossen wird. Versetzte Baumreihen entschleunigen den westlichen Hofraum und lassen diesen für den Fussgänger und den Langsamverkehr mit seiner geschwungenen Bewegungsführung erlebbar werden. Pflanzbeete im Sinne von urban gardening erweitern das Angebot in der Umgebungsgestaltung, ermöglichen Begegnung und eine kommunikative Gartentätigkeit der ArealbewohnerInnen. In den topografisch bewegten Zwischenbereichen der Punkthäuser sind  Spielmöglichkeiten für Kinder angeordnet. Dank der Ausbildung von Hügeln können so über der Einstellhalle lockere Baumgruppen angepflanzt werden. An den Stirnseiten des Areals sind im Bereich des Erdgeschosses nördlich der Gemeinschaftsraum für das „Wohnen im Alter mit Service“ und südlich ein multifunktionaler Gemeinschaftsraum mit Kita/Kiga tagsüber und Gemeinschaftsraum abends für die konventionellen Mietwohnungen angeordnet. Die Erschliessung für den privaten PW-Verkehr geschieht stirnseitig ausschliesslich über die Rothornstrasse. Eine lange, unter den 4 Gebäuden verlaufende Einstellhalle bietet die geforderten Parkplätze für PW’s an. Die Einfahrt ins Parking geschieht über eine ungedeckte Rampe. An der Stirnseite Nord befindet sich die Entsorgungsstelle, welche als Insel zwischen Kreisel und Anlieferungshalteschlaufe (PW und einmal wöchentlich LKW) ausgebildet ist. Ein- und Ausfahrtzonen für die Entsorgung werden durch Poller definiert und gebündelt, was die Sicherheit für die Fussgänger erhöht und ein unkontrolliertes Parkieren verhindert. Die einzelnen Kugelcontainer sind im UG versenkt, ins Erdgeschoss ragen lediglich die Einwürfe. Der IV-Parkplatz und 2 Kurzzeitparkplätze (Entsorgung) befinden sich ebenfalls in diesem Bereich. Dazwischen verläuft ein Grünstreifen zum Haus „Wohnen im Alter mit Service“, wo sich auch der geforderte, beschattete Aussenraum des Gemeinschaftsraumes für das „Wohnen im Alter mit Service“ befindet. 

Wohnungsmix und Grundrisstypologie

Der Wettbewerbsbeitrag „VIVA“ weist total 84 marktgerechte Wohnungen mit folgendem Wohnungsmix auf: 

22 Zweizimmerwohnungen, 25 Zweieinhalbzimmerwohungen, 20 Dreizimmerwohnungen, 8 Dreieinhalbzimmnerwohnungen, 2 Vierzimmerwohnungen und 7 Viereinhalbzimmerwohnungen. 

Pro MFH erschliesst ein elektromechanischer Aufzug vertikal vom UG bis ins Attika behindertengängig alle Wohnungen. Alle Wohnungen weisen als Loggias ausschliesslich vom Gebäudevolumen zurückspringende Balkone respektive gedeckte Sitzplätze im Erdgeschoss auf. Diese Loggien können, falls vom Investor beabsichtigt, auch verglast und beheizt werden und dienen dann als erweiternde Balkonzimmer einen Mehrwert an. Im Sommer können diese z. Bsp. mit Glasfaltwänden geöffnet werden. Die Normalgeschosse weisen ein offenes Wohnen um einen Badezimmer-/Küchenkern auf. Klassische Eingangshallen mit Doppeltüren führen in einen Wohnraum ohne Gänge und Korridore mit maximierter Hauptnutzungsfläche. Raumhohe Fenster mit Lüftungsflügel sorgen für viel Tageslicht.  Rafflamellenstoren und im Bereich der Loggien  Stoffstoren ermöglichen jederzeit einen effizienten Sonnen- und Sichtschutz. Im Erdgeschoss wird westlich für die Treppenhauserschliessung ein Bereich mit Windfang freigehalten, dafür weisen die Eckwohnungen im Süden ein zusätzliches Zimmer aus. Der Gebäudekubus mit dem Wohnen im Alter mit Service befindet sich,  an der nördlichen Stirnseite des Areals mit kurzer Gehdistanz zum Einkaufen. Im Erdgeschoss ist hier auch der geforderte Gemeinschaftsraum mit vergrössertem  Eingangsbereich und Betriebsraum angeordnet. Im südlichsten Mehrfamilienhaus gegen die Parkingrampenseite hin ist ein Gemeinschaftsraum anstelle einer Wohnnutzung angeordnet: Tagsüber als Kita/Kiga nutzbar, abends als Gemeinschaftsraum. In den unteren Attikageschosen weisen die Wohnungen  ca. 3.0 m tiefe Terrassenbereiche auf, welche von ebenfalls 3,0 m tiefen,  begrünten und nicht begehbaren Bereichen voneinander getrennt werden. Zusätzlich bietet das untere und obere Attikageschoss pro Wohnung eine zurückversetzte, gedeckte Loggia an, welche auch als Balkonzimmer genutzt werden kann.

Materialisierung, Bauweise und Nachhaltigkeit

Der Vorschlag VIVA sieht eine hybride Bauweise mit massivem Untergeschoss (Keller und Einstellhalle) und massiven Geschossdecken im Erdgeschoss und den Normalgeschossen vor. Die Fassaden sind aus vorfabrizierten Holzelementen in Trockenbauweise. Das Attikadach ist  begrünt.  Die vertikale, vorbewitterte Holzschalung der Fassaden erscheint vorbewittert in einem hellen und freundlichen Mattsilber. Für den Investor ergeben sich in Bezug auf Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit  durch vier praktisch identische Gebäudevolumen erwünschte Synergieeffekte.  Gemäss Energierichtplan befindet sich die Rothornstrasse und das Areal  im "Erdgasgebiet". Ein Anschluss an das Fernwärmenetz der  Avari AG  ist deshalb nicht machbar. Um den Anforderungen MINERGIE nachzukommen, wird auf fossile Energieträger verzichten und empfehlen die Erstellung einer eigenen auf die Projektgrösse dimensionierten Pellet-Wärmezentrale mit rund 200 kW. Die Zentrale wird an einem logistisch gut zugänglichen Ort im Bereich der Einstellhalle platziert. Die Energie wird über einen kleinen Verbund via Einstellhalle auf die Unterstationen der vier Wohngebäude geführt. Pro Wohngebäude wird ein zentraler Brauchwarmwasserspeicher bereitgestellt. Dieser wird im Sommer über die auf dem Flachdach integrierten Solarpannels und im Winter allenfalls ergänzt durch die zentrale Heizanlage geladen. Die kontrollierten Wohnungslüftungen mit integrierter Wärmerückgewinnung sorgen für ein gutes Klima für Mensch und Gebäude. Mit diesem Energiekonzept sind die Minergieanforderungen ausgewogen umgesetzt und es kann auf unverhältnismässige Dämmungen und weitere Kompensationsmassnahmen verzichtet werden. Weitere Elemente/Bausteine wie aktive Fassadenelemente (z.B. Fotovoltaik), allfällige Regenwassernutzung oder automatisierte Beschattungssysteme können auf Wunsch des Investors  eingebunden werden.

Baugrundverhältnisse und Fundation

Das Bödeli ist bekannt für seine geotechnisch anspruchsvollen Baugrundverhältnisse. Für Fundationen schlecht geeignete Seeablagerungen wechseln sich unregelmässig mit gut konsolidierten Böden ab. Das ganze Gebiet befindet sich in der Gewässerschutzzone Au. Es sind zwei Grundwasserströme vorhanden. Der untere gesamte Grundwasserspiegel befindet sich ca. zwölf Meter unter Terrain und ist für das geplante Projekt irrelevant. Der obere Wasserspiegel steht im Projektperimeter im Mittel auf 562.50m ü. M. Das bedeutet, dass die Einstellhalle und die Untergeschosse der vier Häuser im Schnitt ein Meter im Grundwasser stehen und wasserdicht ausgebildet werden müssen. Da der obere Wasserspiegel relativ grossen Jahresschwankungen unterworfen ist,  sollte die Ausführung der Baugrube und der Untergeschosse in den Winter gelegt  werden. Von Oktober bis April kann davon ausgegangen werden, dass die Baugrube mit einer offenen Wasserhaltung trocken gehalten werden kann.  

Tragstruktur

Die Einstellhalle und die vier Häuser werden in Massivbauweise ausgeführt. Das Eigengewicht der Baukörper ist gross genug,um die Auftriebssicherheit sicherzustellen und kann im Untergeschoss flach fundiert werden. Die Stärken der Flachdecken sind optimiert, um den diversen, zum Teil unterschiedlichen Anforderungen wie Statik, Schallschutz, Einlagen etc. gerecht zu werden. Die vertikalen Lasten werden über tragendende Beton- und Mauerwerkswände abgetragen. Die horizontalen Kräfte (Wind und Erdbeben) werden über Betonwände abgetragen. Um eine saubere Lastweiterleitung in den Baugrund zu gewährleisten, führen die Betonwände ohne Unterbruch vom 2. Attikageschoss bis ins  Untergeschoss. 

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Wettbewerb Neubau Innovationspark

Biel

Ausdruck und Erscheinungsbild des Innovationsparks

Wie sieht ein schweizer Innovationspark aus? Wie das „Blur Building“ in Yverdon-les-Bains auf dem Neuenburgersee anlässlich der Expo 2002, oder marktschreierisch wie der Times Square in Manhatten New York City, das Warenhaus in Tokyo oder vielleicht das Casino in Las Vegas?

Wir meinen keines von alldem. Der Ausdruck der Unternehmensmission stellt sich nicht durch beleuchtete Grossleinwände oder den Nachthimmel erhellende LED-Fassaden zur Schau. 

Ein edles und ruhiges Äusseres wird durch einen vorgehängten, goldenen Lochblechvorhang erzielt, welcher den Innovationspark zum feingliedrigen Kubus einhüllt und für neugierige Passanten, Ein- oder Durchblicke erlaubt und dadurch Innovation erahnen lässt. Die Fassadenkonstruktion präsentiert sich als Vorhang, homogen von weitem und technisch aus der Nähe. Sie kombiniert Wetter- und Sonnenschutz, Belüftung sowie eine aussergewöhnliche Ästhetik bei Tag und Nacht. Ein Blech aus goldig anodisiertem Aluminiumblech mit ausgestanzten Öffnungen. So lässt sich der Öffnungsanteil je nach Bedarf offener oder geschlossener ausbilden. 

Die in der Mitte eines Geschosses abgekanteten Bleche verleihen der Fassadenfläche ihre spezifische Struktur, welcher der Gebäudekubus seine Körperlichkeit und ästhetische Ausdruckskraft verdankt. Zusätzlich sind sie ein Zeichen der Funktion im Innern gegen aussen. Räume, die spannende Ein- und Ausblicke gestatten, werden durch sie hervorgehoben.

Zu Zeiten mit wenig Tageslicht erkennt man von aussen wo geforscht und gearbeitet wird. Man erahnt durch die gelochte Blechfassade die zweigeschossige, vielbetriebene Werkhalle mit Galerie ebenso wie die Ausstellung auf der Ostseite im Erdgeschoss.

Die Ausstellung schliesst an den Platz mit Fussgängerzone an wo sich die Fassade grosszügig über weite, zusammenhängende Bereiche hochklappen lässt. Somit kann den Passanten die Sicht auf die Ausstellung und die Werkhalle zusätzlich freigegeben werden. In der Nichtheizungsphase können in diesem Bereich grössere Abschnitte, der hinter der Lochblechfassade liegenden Glasfront, geöffnet und somit die Exposition dem Publikum zugänglich gemacht werden. Durch diese Massnahmen können sowohl erweiterte Präsentationen, als auch eine angenehme und wünschenswerte Durchmischung von inneren und äusseren Bereichen stattfinden. Die Verbindung der einzelnen Campusgebäude ist durch den Platz, die Vordächer der hochklappbaren Fassadenelemente und die zwischenzeitlich geöffnete Glasfront gegeben. Die hochwertige Lochblechfassade steht als Surrogat für das innovative Metallverarbeitungs-Knowhow am Berner Jurasüdfuss.

Architektur und Städtebau

Das fünfgeschossige Volumen des Innovationsparks mit seinem Spitz gegen Süden zur Stadt hin, passt sich in Bezug auf die Gebäudehöhe und auf die Aussenräume gut in die schon gebaute oder die sich noch in Planung befindliche Umgebung ein. Die vergoldete Metallfassade markiert quartier-, sowie campusintern, den besonderen Stellenwert und die wertvolle Nutzungsart des Innovationsparks als herausragendes Gebäude in der Stadt Biel. Dadurch, dass die geforderten Nutzungen den ganzen Perimeter füllen und mehr oder weniger Anbaupflicht auf die Baulinien vorgegeben sind, füllt das Gebäudevolumen des Innoparks den gesamten Wettbewerbsperimeter – der Spielraum für die Aussenraumgestaltung beschränkt sich somit auf die Vorgaben der schon gebauten und projektierten Umgebungsbauten.

Wichtiger Bestandteil des Städtebaus ist der schon erwähnte, neu geplante Platz zwischen dem sich in Planung befindlichen Campus Biel und dem Innoparkgebäude. Dieser belebt, durch seine zentrale Lage zwischen den vielbesuchten Gebäuden, das gesamte Quartier und bietet viel neuen und geschützten Platz für vielerlei Tätigkeiten. Ebenso gehen durch diesen Platz die einzelnen wichtigen Gebäudevolumen mehr aufeinander ein und verschmelzen zu einem einzigen wichtigen Stadtareal, anstatt sich durch eine Strasse voneinander abzugrenzen und zu konkurrenzieren.

Die Ostfassade öffnet sich dem Passantenstrom, welcher zum Teil vom Bahnhof über den Platz geleitet wird.

Innere Erlebbarkeit

Die Ausstellungsräume im Erdgeschoss kombiniert mit der, auch von der Galerie ersichtlichen Werkhalle, lassen alle Angestellten auf ihrem Weg an den Arbeitsplatz, die Innovationstätigkeit mehrmals täglich spüren und erfahren.

Speziell hervorzuheben ist der Open Innovationsroom als Kopf des Gebäudes, in welchem die Ideen und Innovationen gedanklich entstehen können. Dieser Raum im östlichen Teil des ersten Obergeschosses hat einerseits direkten Kontakt zur Werkhalle, in welcher diese Ideen und Gedanken später an Form gewinnen und andererseits hat er auch Sichtkontakt zum Aussenraum, wo die fertigen Produkte nach ihrem Herstellungsprozess ausgestellt werden können. 

Auf dem selben Geschoss wird auch durch den Direktanschluss des Innovationsraumes an Café und Veranstaltungsraum (Aula) und nicht zuletzt an den Fitnessbereich im Südosten, der tägliche Austausch der Innoparkbenutzer ermöglicht und gefördert.

Grosszügige Zirkulations- aber auch Verweilbereiche (Lounge) um die östlichen Erschliessungskerne fördern mit ansprechenden Farb-, Licht und Möblierungskonzepten das Bedürfnis zum Verweilen und zur innerer Kommunikation. 

Erschliessung

Das vom Erscheinungsbild einfach gehaltene Gebäude organisiert seine Bewegungsströme in zwei Hauptbereiche: ein öffentlicher Abschnitt auf der Seite der Fussgängerzone und einen, für den internen Betrieb vorgesehenen Abschnitt auf der anderen Seite des Gebäudes. Die Bewegungsströme werden somit bewusst nach Nutzung und Benutzer getrennt. Dies ermöglicht einen reibungslosen Betrieb der Innovations-Maschine. Die Trennung von Personen und Waren erfährt man speziell im Erdgeschoss. So befinden sich der Haupteingang und die für das Publikum interessanten Bereiche an der Ostfassade, die sich wie bereits erwähnt als Showroom präsentieren, während im rückwärtigen Bereich des Gebäudes hauptsächlich die Anlieferung und Entsorgung zugangsermächtigt ist. Ebenfalls auf der Westseite befindlich, ist die Rampe zur Erschliessung des Untergeschosses und der Parkierungsanlage. 

Nutzungsverteilungskonzept 

Der Gebäudekörper teilt sich in fünf Nutzgeschosse auf. Die spezifischen Arbeitsbereiche sind folglich auf den einzelnen Geschossebenen verteilt und horizontal gruppiert. Demzufolge basiert die Aufteilung nach Funktion über die Geschosse. Angestrebt wird, ähnliche Funktionsbereiche möglichst nahe zusammen zu legen um die Arbeitsprozesse und Arbeitswege so kurz wie möglich zu halten. Somit wird eine einfache horizontale sowie vertikale Verbundenheit erreicht wodurch wiederum die interdisziplinäre Zusammenarbeit übergreifender, verschiedener Arbeitsgattungen zu Gute getragen wird. 

Organisation des Gebäudevolumens

Der Publikumsbereich befindet sich im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss sowie auf der Dachterrasse. Entsprechend sind dort auch die öffentlichen Nutzungen angeordnet; Ausstellung, Bistro, Fitness, Aula, Café, Open Innovationsraum, Haupteingang mit abschliessbaren Schliessfächern sowie die Werkhalle und die Werkstatt mit teilweise öffentlicher Einsicht etc. Über die Treppenhäuser kann das Publikum jederzeit auch die Dachterrasse problemlos erreichen. Das Auto- bzw. Fahrradparking befindet sich im Untergeschoss. Lediglich die non public Nutzungen im ersten bis vierten Obergeschoss sind nur mit Badges, durch die als Brandabschnitte ausgebildeten Treppenhäuser zugänglich. Das heisst, die non public Zonen im ersten bis vierten Obergeschoss können aus den Treppenhäuser nur mit Zutrittsberechtigung in Form eines Badges betreten werden. Die Werkhalle weist 900m2 Grundfläche mit lichtem Luftraum über zwei Etagen und Krananlage auf. Die geforderten Lagerräume und der LKW-Zugang befinden sich auf der Westseite mit Direktzugang zum Aussenbereich (Anlieferung). Dank der flexiblen Grundrissorganisation kann, je nach Nutzungsnachfrage, der Grundriss  längsseitig als Drei- oder Vierbünder ausformuliert werden. Die Westseite nimmt eher die Rückenfunktion mit den schmäleren Korridorerschliessungen ein, während die Ostseite, die publikumsoffenere Seite darstellt und mit mehr öffentlichen Bereichen und entsprechend etwas breiteren Gangzonen bestückt ist. Damit spiegelt sich im Innern funktional die Organisation der bestehenden Aussenbereiche wieder: im Osten attraktive Fussgängerzone, im Westen Anlieferung und Einfahrtsrampe.

Gebäudetechnik

Die Systemtrennung nach AGG von horizontaler und vertikaler Medienerschliessung unabhängig von der Tragkonstruktion mit genügend Reserveraum ist konsequent angewendet.

Das Gebäude weist keine Vor- und Rücksprünge oder Einschnitte in der Fassadengestaltung auf; unökonomische Wärmebrücken und Zusatzisolation werden somit absolut überflüssig, das geheizte Gebäudevolumen geht immer nahtlos bis zur Aussenfassade.

Die Wärmeerzeugung erfolgt in drei Sequenzen. Aufgrund des erhöhten Gebäudestandards und der vorgesehenen Nutzungen werden als erstes die internen Lasten und Abwärme zur Deckung der Gebäudeheizung verwendet. In zweiter Sequenz wird die Wärme der Hybridkollektoren zur Unterstützung der Gebäudeheizung verwendet. Auf der dritten Linie ist eine Wasser-Wasser Wärmepumpe - mit Seewasser als Quelle - vorgesehen welche den Bedarf an Brauchwasser und Wärme für die Lüftungsanlage decken soll. Um die Wärmepumpe auf einem tiefen Temperaturniveau zu betreiben ist zur Deckung des Brauchwarmwasserbedarfs ein Netz an Frischwasserstationen projektiert. Zur Kühlung der Prozesse und allfälliger Gebäudekühllast ist die Nutzung des Seewassers vorgesehen.

Die Luftaufbereitung erfolgt in getrennten Monoblocs für die Deckung der Hygieneanforderungen (Büro, Seminare, usw.), der dynamischen Heiz - Kühllast (Werkhallen, Werkstatt, usw.) sowie der erhöhten Anforderungen ans Raumklima (Reinraum etc.). Zudem ist eine mechanische Belüftung der Einstellhalle vorgesehen. Um eine möglichst flexible Wärme und Kälteverteilung zu erhalten sind vier fixe Kernzonen mit vertikaler Erschliessung in die Dachzentralen vorgesehen. Pro Geschoss wird dann im Bereich der Korridore eine horizontale Verteilung mit Anschluss an die Kernzonen erfolgen. Ab dieser können die Räume flexibel erschlossen werden. Um nicht mit der Gebäudestruktur verbunden zu sein und um auf Räume mit verschiebbarer Geometrie reagieren zu können sind Thermoinseln (Heiz-/Kühldecken mit Akustik- und Beleuchtungsfunktion) vorgesehen.  

Die Luftverteilung erfolgt analog dem Konzept der Wasserverteilung. Anstatt mit Thermoinseln sind jedoch Mediensäulen mit Quellluft sowie induktive Anlässe ab einem Rohr. resp. Kanalsystem vorgesehen. Die Nutzung des Dachwassers für die Toilettenspülung spart jährlich kostbares Trinkwasser; dieses wird für die Gastrozonen, die Trinkbrunnen sowie die Lavabos und Toiletten auf den Geschossen verwendet. Das Niederschlagswasser wird auf dem begrünten Teil des Daches gesammelt und im Wassergarten auf beiden Dachterrassen gespeichert, um dann in separaten Leitungen zu den  Toiletten geführt zu werden. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dachgeschoss produziert sauberen Strom.

Tragstruktur

Vertikale Lasten werden über Stützen und Betonwände abgetragen. Die Wände werden in vier Kernbereiche angeordnet mit dessen Hilfe das Gebäude gegen horizontale Einwirkungen wie Erdbeben und Wind ausgesteift wird.

Das architektonische Konzept strebt die Betonung der langgezogenen Form des Gebäudes auch im Innenbereich vor. Dabei werden die Stützen in 4 Reihen parallel zur Gebäudelängsrichtung angeordnet. Zwei Reihen werden in die Fassade integriert. Die beiden Stützenreihen im Gebäudeinnern werden auf die grossen Räume in der Mitte abgestimmt. Labor und Werkstatt sollen stützenfrei bleiben. Flexibel nutzbare Grundrisse und Raumeinheiten werden angestrebt. In Gebäudequerrichtung entsteht dadurch eine Spannweite von 15 m im Innenfeld und 10 m in den Aussenfeldern. In Gebäudelängsrichtung sieht das Stützenraster eine Teilung von 7 m vor. Durch diese Geometrie entsteht eine Tragwirkung der Decke hauptsächlich in Querrichtung des Bauwerks. Um die sechs Geschosse in die gesetzlich vorgeschriebene Bauwerkshöhe unterbringen zu können, muss die Deckenstärke möglichst reduziert werden (45 cm). Dazu werden die Decken in Tragrichtung vorgespannt. Um eine Stützenteilung von 7 m in Längsrichtung beibehalten zu können werden Linienlager in Form von Unterzügen benötigt. Somit kann die Anordnung der Vorspannkabel unabhängig vom Stützenraster gewählt werden. Die Massivbauweise ist auf allfällige Vibrationen von Maschinen weniger empfindlich und dank der Vorspannung wird eine höhere Deckensteifigkeit erreicht (Querschnitt ungerissen, Erhöhung der Eigenfrequenz). Eine Auflagerdämpfung von allfälligen schwingungserregenden Maschinen ist auf jeden Fall vorzusehen. Das Tragsystem wird im Aufriss stetig über alle Geschosse durchgezogen. Im Untergeschoss werden die inneren Stützenreihen durch je eine weitere ergänzt. Dies hat einen günstigen Einfluss auf die Abtragung der hohen Lasten aus der Werkstatt (30 kN/m2). Die zwei zusätzlichen Stützenreihen wurden auf eine möglichst dichte Parkplatzanordnung ausgerichtet. 

In der Werkstatt ist ein Kran vorgesehen. Mit dem gewählten Stützenraster kann die Kranbahn direkt an den beiden Stützeninnenreihen befestigt werden. Dadurch werden die Kranlasten unmittelbar auf das Haupttragwerk übertragen.. Trotz hoher Flexibilität in der Raumnutzung und grossen Spannweiten zwischen den Stützen konnte ein statisch simples System erreicht werden. Das Untergeschoss fundiert in schlecht tragfähigem und stark setzungsempfindlichem Boden. Für das Fundationskonzept  wird eine Pfahlgründung oder allenfalls eine kombinierte Pfahl-Plattengründung vorgesehen. Aufgrund der naheliegenden Infrastrukturen und engen Platzverhältnissen empfiehlt sich ein vertikaler Baugrubenabschluss. Gleichzeitig kann durch eine wasserdichte Spundwand mit ausreichender Einbindetiefe auch die Wasserhaltung in der Baugrube gelöst werden (Filterbrunnen od. Pumpensümpfe). Die geplante Baugrubentiefe erfordert höchstwahrscheinlich eine horizontale Verankerung der Spundwand (Sackanker).

Verkehr | Anlieferung

Die bestehende Einstellhallenrampe des Nachbargebäudes dient zugleich der Erschliessung des rollenden Verkehrs - Auto, Motorrad und Velos. Die 77 Parkplätze sind im Untergeschoss des Neubaus angeordnet. Dito werden die Veloparkplätze im östlichen Bereich im Untergeschoss vorgesehen. Der Fussgänger und ÖV-Benutzer kommt vom Hauptbahnhof Biel her oder von dem als Fussgänger- und Langsamverkehrszone ausgebildeten Platzbereich östlich des Innoparks durch den sich in der Ecke Nordosten befindenden Eingang in den Innopark.

Wirtschaftlichkeit | Nachhaltigkeit

Vier gut zugängliche Installationszonen mit Treppenhäusern und Liften erschliessen den ganzen Innovationspark vom Untergeschoss bis ins Dachgeschoss:  Zwei Installationszonen im Osten für Personenverkehr und zwei im Westen mit noch grösseren vertikalen Installationsschächten für Personen- und Warenverkehr.

Minergie P

Das geplante Gebäude weist einen kompakten Baukörper und somit ein gutes Verhältnis der Gebäudehülle zur Energiebezugsfläche auf. Um die Anforderungen nach Minergie-P erfüllen zu können, liegen die U-Werte im Bereich von 0.10 – 0.15 W/m2K. Die Primäranforderungen an die Gebäudehülle für Verwaltungsgebäude können somit erfüllt werden. Um die Behaglichkeit sowie geringe energetische Transmissionsverluste gewährleisten zu können, werden Gläser mit einem U-Wert von < 0.5 W/m2K eingeplant. Die aussenliegende Verschattung, die Fassadenelemente sowie die vorhandenen Speichermassen verhindern während den Sommermonaten wirksam eine Überhitzung der Räume. Mit Glas g-Werten von 0.5 können im Winter die passiven solaren Gewinne optimiert werden.

Brandschutz

Der Brandschutz im Projekt wird als Löschanlagenkonzept in einem Gebäude mittlerer Höhe ausgeführt. Wo möglich, werden Räume zu Nutzungseinheiten in je einem Brandabschnitt zusammengefasst, z.B. Produktion als geschossübergreifende Nutzungseinheit im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss, die Labore im zweiten Obergeschoss oder die Büros jeweils im zweiten bis vierten Obergeschoss. Die Fluchtwege werden über die vier Treppenräume direkt ins Freie im Erdgeschoss geführt. Die Treppenräume im offenen Bereich im Erdgeschoss (Bistro, Ausstellung) werden im Brandfall mit Brandschutztoren von der übrigen Nutzung abgetrennt.

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Wettbewerb Rossrüti Hugentobel

Wil

Auf Einladung

Ortsbauliches Gesamtkonzept und architektonische Funktionalität

Das ringsum gebaute Quartier im Westen, Süden und Osten besteht aus einzelnen und zusammengebauten Wohn- und Reihenhäusern sowie einigen Mehrfamilienhäusern in offener Bauweise.Unser Studienauftragsvorschlag sieht im Rahmen einer Neuüberlegung/Neuinterpretation des Einfamilienhauses eine teppichartige und durchgrünte Gebäudestruktur mit einundzwanzig aneinandergereihten, gleichartigen Gebäudekuben vor, welche sich in der Höhe abwechselnd durch den Aufbau eines Dachgeschosses unterscheiden. Durch die Setzung in die Hanglage mit Terrainverlauf von Westen nach Osten abfallend ergibt sich eine weitere Abstufung der Siedlung in der Vertikalen. Das Ergebnis ist eine auf dem Massstab eines Doppeleinfamilienhauses entwickelte Clustersiedlung, welche von zwei Fussgängerachsen erschlossen wird. Diese Anbindungswege unterscheiden sich in der Höhenlage um zwei Vollgeschosse. Drei Innenhöfe entlang zweier horizontalen,  „gassenartigen“ Fussgängerwege erschliessen sämtliche Wohneinheiten. Zwei etwas grössere und privatisierte Innenhöfe versorgen die mittleren Wohneinheiten mit Luft und Licht.Die Gebäudekuben fügen sich massstäblich und spielerisch in einer freien Aussenform wie selbstverständlich in die Topographie mit leichter Hanglage, freigelegtem Bach und dem oberen Grünraum mit Aussichtslage ein.Die 21 Gebäudekuben beinhalten 24 Duplex- oder Triplexreihenhäuser und 27 Etagenwohnungen, sowie einen Gemeinschaftsraum und eine Kita.

Hofhäuser und Randhäuser

Form und Mass der Höfe ergeben eine gute Belichtung und Belüftung. Insbesondere wird durch die abnehmende Höhenstaffelung der Gebäudekuben von Südost nach Nordwest erreicht, dass immer viel Sonne und Licht von Osten über Süden bis Westen in die Höfe und die entsprechenden Wohneinheiten eindringt Drei Erschliessungshöfe (12m x 12m) dienen der Erschliessung ab Fussgängerwege und sind Aufenthaltsort für die kleineren und grösseren Anstösserbewohner. Die beiden Innenhöfe (12m x 15m) mit intern eingeschossiger Abstufung bilden einen privatisierten Aussenraum, an welchen im EG keine Wohnzimmer, sondern nur Schlafzimmer anstossen. Häuser, welche am Rand der Siedlung ans freie, natürlich gewachsene Terrain anschliessen, weisen alle einen privatisierten Aussenbereich mit Einsichtsschutz auf. Jede Hofwohneinheit, ob Etagenwohnung oder Reihenhaus, hat neben der Sicht in den Innenhof zusätzlich mindestens ein, meistens jedoch zwei oder drei Sichtfelder auf die weitere Horizontumgebung.

Materialisierung / Begrünung

Das Einsteinmauerwerk, verputzt mit mineralischen Kämmputz in horizontaler Richtung, verleiht der Clustersiedlung Körperlichkeit und Plastizität. Die Holzfenster unterstützen als natürlich gewachsenes Baumaterial den wohnlichen und nachhaltigen Benutzeranspruch.
Die vier Farben unterstreichen konzeptionell in der Grossform den kleinmassstäblichen Aufbau der Clustersiedlung und ermöglichen eine gewisse gewünschte Individualisierung mit Identifizierungseffekt.

Neuinterpretation des (freistehenden) Einfamilienhauses in der Hochrüti

Nachhaltigkeitsanforderungen und ein neues Raumplanungsgesetz und -verständnis verlangen einen haushälterischen Umgang der Baulandreserven mit Verdichtung. Die clusterartige Anordnung von Gebäudekuben in der Grösse von zwei Reiheneinfamilienhäusern, welche neben Duplex- oder Triplexreihenhäusern auch Etagenwohnungen und einen Gemeinschaftsraum und eine zweigeschossige Kita beinhalten, ermöglicht mit haushälterischem Baulandumgang ein durchaus individuelles Wohnen. Eine erwünschte Durchmischung mit altersgerechten Geschosswohnungen in den Obergeschossen und familienfreundlichen Geschosswohnungen im Erdgeschoss und/oder Attika ergänzt das klassische Reiheneinfamilienhaus. Die verdichtete Bauweise trägt dem zunehmenden Sicherheitsbedürfnis (Einbrüche) Rechnung.

Energie und Haustechnik

Gemäss dem Vorbild der Stadt Will mit dem Energielabel „Energiestadt“, mit welchem sie 1998 erstmals und dann ununterbrochen bis zuletzt wieder im Frühjahr 2014 ausgezeichnet wurde, streben wir für die Clustersiedlung einen entsprechend effizienten Gebäudestandard an. Die Wärmeerzeugung soll zentral mit dem Energieträger Biomasse für die Gebäudeheizung erfolgen und die Warmwassererzeugung dezentral mit Sonnenergie. Die Technischen Betriebe Will signalisieren grosses Interesse an einer Contracting-Lösung für einen ökologisch hochwertigen, lokalen Wärmeverbund – dies als Grundstein für eine spätere Gesamtwärmeverbunderschliessung der Stadt Will am Energiepark Bazenried.

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Neubau Institutsgebäude vonRoll – Areal

Bern

1. Rang

Minergie P ECO

Der Neubau des Institutsgebäudes stützt sich aufs Konzept des Siegerprojekts des Architekturwettbewerbs aus dem Jahr 2004. Die Umsetzung mit einem Totalunternehmen steht für die gezielte Bündelung der Kräfte mit grösstmöglicher Kosten- und Terminsicherheit.

Das grosse Gebäude – es ist rund 100 Meter lang und 80 Meter breit, hat drei Untergeschosse, Erdgeschoss und drei identische Obergeschosse – präsentiert sich von aussen beinahe zierlich und leicht. Es fügt sich harmonisch in das typische Nebeneinander von Bauten unterschiedlichster Epochen ein und übernimmt die Massstäblichkeit des Industrieareals. Für die markante Klinker- fassade wurden 140 000 Steine in einem Brand produziert. Die vier Meter tiefe Auskragung der Obergeschosse bildet im Erdgeschoss auf drei Seiten einen überdeckten Aussenraum. 

Über 80 Kilometer Büchertablare 

Das Herzstück des Institutsgebäudes, die Biblio- thek vonRoll, ist gut geschützt. Im 3. Unterge- schoss reihen sich auf 72 Kilometer Büchertab- laren erstmals die gesamten Lagerbestände der Universitätsbibliothek in einem zentralen Speicher. Die Freihandbibliothek dehnt sich vom 2. Untergeschoss bis ins Erdgeschoss aus, und Buchrücken an Buchrücken steht auf weiteren 12 Kilometer Tablaren. Obwohl in der Tiefe des Gebäudes eingerichtet, profitieren die ca. 400 Leseplätze und 15 Gruppenräume durch drei imposante Lichthöfe vom Tageslicht. 

Ungewohnt, hoch und hell: die Mensa im 2. Untergeschoss 

Der Standort mag zunächst überraschen. Be- kannt ist jedoch nach entsprechenden Nutzungs- studien, dass die durchschnittliche Verweildauer in einer Mensa 17 Minuten beträgt. Durch die innovative Platzierung im 2. Untergeschoss steht in den Geschossen über Terrain wertvolle Fassa- denfläche für andere Nutzungen zur Verfügung. Die zweigeschossige Mensa hat ebenfalls Tages- lichtbezug und wirkt durch die beträchtliche Raumhöhe luftig. Ausserhalb der Mittagszeit werden die Esstische zu Arbeitsplätzen. 

Beispielhaft: Velohalle, Velostation und Schliessfächer 

Die Velohalle im 1. Untergeschoss schützt bis zu 950 Zweiräder vor Wind und Wetter. Mitarbei- tende des Kompetenzzentrums Arbeit der Stadt Bern betreiben die Velostation. Zum angebotenen Service gehören Wartung, Reparatur und Reinigung der Zweiräder. Ausserdem bewirtschaftet das Team der Velostation die ca. 1000 Schliess- fächer im Gebäude. 

Verkehrsflächen als Orte der Begegnung 

Die «Vordere Gasse», der rund 100 Meter lange Durchgang im Erdgeschoss des Institutsge- bäudes, ist Ost-West-Verbindung und zentrale Drehscheibe mit Cafeteria, Lounge, Info Point, Eltern-Kind-Raum und Buchhandlung. 

Modulare Büro- und Seminarräume 

In den drei quasi identischen Obergeschossen befinden sich alle Schulungs- und Institutsräume. Der Übergang zwischen den Räumlichkeiten der Universität und der Pädagogischen Hochschule ist fliessend. Der Ausbau in Leichtbauweise kann rasch an veränderte Bedürfnisse angepasst werden. Nutzungsflexibilität wird durch konse- quent umgesetzte Modularität erreicht. Die ca. 850 Arbeitsplätze sind in nur drei Bürotypen untergebracht und 36 Seminarräume haben mit 32 bis 72 Sitzplätzen alle die gleiche Grundfläche von 90 m2. 

Systemtrennung: wirtschaftlich und flexibel für zukünftige Nutzungen 

Die konsequente Trennung von Primär-, Sekun- där- und Tertiärsystem orientiert sich am langfris- tigen Gebrauchswert und trennt Bauteile nach deren Lebensdauer. Das schafft die Vorausset- zungen für Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit. Sichtbar wird die Systemtrennung im Instituts- gebäude unter anderem durch die an Wände und Decken offen installierte Gebäudetechnik. Der so jederzeit mögliche Zugang vereinfacht den Unterhalt und senkt Betriebskosten. 

Energiesparend und ökologisch gebaut 

Das Institutsgebäude ist Minergie-P-Eco-zertifiziert und zeichnet sich durch einen geringen Heiz- wärmebedarf aus. In den Büro-, Seminar- und Besprechungsräumen sind Hybriddeckenmodule montiert, die heizen, kühlen, lüften und den akus- tischen Komfort sicherstellen, und das raumweise und somit individuell. Die Beleuchtung und die Massnahmen gegen Elektrosmog sind entspre- chend den Minergie-Eco-Vorgaben ausgeführt. 

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Wettbewerb Rossiweg

Lyss

1. Rang

Auf Einladung

Städtebauliche Zielsetzung

Der Planungsperimeter am Heilbachrain besticht durch seine idyllische Lage - der ausgeprägte Grün- raum, das angrenzende Bauernhaus mit der Pferde- koppel, die Weitsicht auf das Seeland sowie auf die Jurakette prägen den Ort. Ziel des vorliegenden Projektes ist es, diesen Charakter zu erhalten und die erkannten Qualitäten hervorzuheben. Als Antwort wird eine kompakte und verdichtete Überbauung vorgeschlagen, die zugleich die ländliche und kleinmassstäbliche Wohnform der Umgebung übernimmt. Der im Nord-Osten angrenzende Grünraum wird im oberen Bereich der Parzelle weitergeführt und fliesst entlang des Heilbachrains bis hinunter zum Bach. Durch das Verbinden der Grünräume entsteht für die Siedlung ein direkter Anschluss zu den Naherholungsgebieten in der Umgebung, welcher den Bewohnern der gesamten Überbauung zur Verfügung stehen.

Konzept

Die in der Umgebung vorhandenen städtebaulichen Strukturen werden aufgenommen und in einem Raster neu organisiert. Ähnlich wie in alten Dorfstrukturen lebt die Kompakte Siedlung durch ihre Gassen, Höfe und Patios. Die alternierende Setzung der Attikas und die folglich sich abwechselnde Ge- schosszahl, begünstigen ein spannendes Bebauungs- volumen. Die Überbauung passt sich mittels Gebäudeabstufungen an die vorhandene Hanglage an und unterteilt sich in einen Miet- und einen Eigentumsbereich. Alle Wohneinheiten sind mindestens nach Ost/West ausgerichtet und erhalten somit eine optimale Belichtung. Durch die Verschachtelung der Gebäudevolumen ist es möglich allen Wohneinheiten die erwünschte Privatsphäre zu ermöglichen.

Aussenraum

Die Bauparzelle weist hohe landschaftliche Qualitäten, eine historisch bedeutsame Wegführung und der nahe Bachlauf auf. Die Chance dieser Überbauung liegt in der Lage des Grundstückes, das einerseits eine sinnvolle Bebauungsvervoll- ständigung vornimmt, jedoch trotzdem bereits am Siedlungsrand liegt. Der Erhalt der grünen Anhöhe und der Wegführung führt dazu, dass die wichtigen Elemente des Ortes Bestand haben und den Ort weiterhin prägen und alle Wohnungen von diesem Grünelement profitieren können. Die Umgebungsgestaltung sieht vor den Eigentumswohnungen grosszügige private Freiräume zuzu- weisen. Auch die Mietwohnungen können trotz der Kompaktheit vor der Bebauung attraktive, private Aussenbereiche aufweisen. Wiesen und Rasenflächen umgeben die Überbauung und Vegetationselemente aus der Landschaft werden in die Siedlung eingeflochten.

Erschliessung

Der Zugang zum Areal erfolgt hauptsächlich vom Rossiweg über den Heilbachrein. Obwohl die Siedlung auch im tieferen Bereich erschlossen wird, ist die Durchfahrt nur für Dienst- und Notfahrzeuge gestattet. Zwischen Wegführung und Bebauung treten kleinere Platzsituationen auf, die auf den Auftakt zum Siedlungsinnere weisen. Dadurch wird eine einfache Orientierung geschaffen. Als senkrecht angeleg- te Einstiche führen begehbare Wege durch Erschliessungshöfe zu den Wohneinheiten. Die Platzsituationen entlang des Weges und die Weg-Hof Erschliessungen erschaffen eine stimmungsvolle Raumabfolge. Die Zufahrten zu den Einstellhallen sind diskret angeordnet und wirken untergeordnet. Die Besucherparkplätze befinden sich an den beiden Zufahrten des Planungsperimeters.

Materialisierung

Die Siedlung zeichnet sich durch eine einfache Farb -und Materialgebung aus.  Die monolithische Hülle aus hellem Klinkerstein fliesst von Aussen durch die Erschliessungskorridore und ebenfalls in die Innenhöfe. Die Holzrahmen- fenster bilden einen warmen Kontrast zur Aussen- hülle. Die überdeckten Loggien sind als Schachtel ebenfalls in Holz materialisiert. Diese sind aus verschiedenen Blickwinkeln immer wieder ersichtlich und bilden so das wiederkehrende warme Element in der gesamten Siedlung. Die Wohnungen weisen natürliche und zurückhaltende Materialien auf. Der Eichenboden nimmt Referenz an den Fensterrahmen. Wände und Einbauten bestehen aus weissen hellen Oberflächen. Der Bewohner selbst gestaltet hier das Wohn- ambiente. Auf dem Dach wechseln sich Grünflächen und private Terrassen ab. Die Verschachtelung der Freiräume zieht sich durch die gesamte Überbauung hindurch.

Energie- und Haustechnikkonzept

Grundlage bildet die maximale Ausnutzung der ortgebundenen Ressourcen gemäss Richtplan Energie der Gemeinde Lyss. Für die betroffene Parzelle ist die Nutzung von Erdwärme vorgesehen. Sinnvollerweise wird die erforderliche Wärme für Heizung und Brauchwarmwasser zentral auf dem Areal aufbereitet. Die Wärmeerzeugung erfolgt über eine Erdsonden-Wärmepumpe und wird über eine kleine Photovoltaikanlage ergänzt, um einen Teil der elektrischen Energie für die Haustechnik zu kompensieren. Die Erdsonden werden auf dem Areal ausserhalb der Einstellhalle platziert. Die Erschliessung der einzelnen Gebäude erfolgt innerhalb der Einstellhalle. Dieser innovative Lösungsansatz gewährleistet, dass die verschärften Vorschriften MuKEn bezüglich Brauchwarmwasser aus erneuerbaren Energien eingehalten werden und das Gesamtsystem mit einem pragmatischen Technisierungsgrad erfolgt - sogar die Anforderungen an Minergie-P wären damit zu erfüllen. Auch ohne Einbau einer kontrollierten Wohnraumlüftung kann mit einer automatisierten Fensterlüftung der Minergie(-P)-Standard erfüllt werden.

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Wettbewerb Wohnüberbauung Amselweg

Zuchwil

1. Rang

Auf Einladung

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Neubau Mehrfamilienhäuser Aeschenbrunnmattstrasse 42 / 44

Bremgarten

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Neubau Wohnüberbauung Mülitalstrasse/Carolinenstrasse

Schmitten

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Neubau Wohn- und Geschäftshaus mit Tankstelle und Shop

Zollikofen

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Machbarkeitsstudie F. X. Müllerstrasse

Schmitten

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Studienauftrag St. Marcel de Careiret

Frankreich 

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Wettbewerb Ferienhäuser CUEILLIR LES LAURIERS

Haut Vully - Môtier

1. Rang

Der Ort

Die drei Grundstücke werden stark von der Topographie beeinflusst. Im Norden steigen die sonnigen Rebberge des Mont Vully steil an. Sie sind identitätsstiftend für die Region und bieten mit dem Weinlaub ein zyklisches Farbenspiel. Auf der Südseite bietet das Gelände direkten Anschluss an den Murtensee. Der Ausblick über den natürlichen Schilfgürtel auf den See und die Schneeberge erzeugt eine Stimmung die ihresgleichen sucht. Die Rebberge und der See bilden zwei attraktive Pole, die dem Ort seine Einmaligkeit verleihen.

Das Konzept

Die bauliche Dichte wird auf den Parzellen entlang der Strassen hoch gehalten, auf der Parzelle vorne am See ist sie geringer. Die durch die Überbauungsziffer mögliche Fläche wird voll genutzt und die Baulücken in der Siedlungsstruktur, mit drei Baukörpern, geschlossen. Trotz der hohen Dichte, ist der Murtensee aus allen Wohnungen erlebbar und bildet mit dem Mont Vully zusammen das zentrale Thema der gegenüberliegenden Pole.
Auf den Grundstücken 219 und 488 entstehen fünf Ferienwohnungen, aufgeteilt auf zwei Gebäude. Die Reihenhaus-Typologie der Gebäude, wie auch die Grundrisse der Wohnungen nehmen Bezug auf die starke Polarität des Ortes. Die Grundrisse sind nach Norden und Süden ausgerichtet, zum Mont Vully und zum Murtensee hin. Im Erdgeschoss sind die Zimmer und das Bad angeordnet. Der Wohnbereich befindet sich im Obergeschoss mit Blick auf den See. Der offene Wohnraum ist auf zwei Seiten voll verglast, so das die Rebberge und der See immer sichtbar sind. Dem Wohnraum ist gegen Süden hin ein grosszügiger Balkon vorgelagert. In erster Linie wurden diese Wohnungen als Ferienwohnungen entwickelt. Sie bieten aber auch die Möglichkeit, als festen Wohnsitz genutzt zu werden. Die Reihenhäuser erhalten über einen Fussweg entlang der Grundstücksgrenzen (488 und 218) Anschluss an den See. Eine halbprivate Zone am Ufer auf Parzelle 218 ermöglicht allen Bewohnern die Nutzung des Murtensees. Auf der Parzelle 218 mit direktem Anschluss an den See, gibt es ein eingeschossige Villa, welche direkt zum Murtensee ausgerichtet ist. Das Haus besteht aus zwei Gebäudeteilen. Betreten wird die Villa von der Nordwestseite. Man gelangt in den grosszügigen Eingangsbereich, an welchem die Zimmer angeschlossen sind. Auch vom hinteren Gebäudeteil ist der See jederzeit sichtbar, da die Gebäude mit grosszügigen Glasfassaden ausgestattet sind. Verbunden werden die beiden Gebäudeteile durch einen Glastrakt. Dieser führt über eine Sonnendeck und kann im Sommer durch Schiebefenster geöffnet werden, so dass eine zusammenhängende Fläche zwischen den Gebäuden entsteht. Im vorderen Gebäude befindet sich der offene Wohn-/Essraum mit Ausblick auf den See. Es gibt keine Innenwände, der Blick auf den See soll nicht eingeschränkt oder gestört werden. Die Dachform gliedert den Raum dennoch in drei Zonen, welche individuell möbliert werden können.

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Neubau Dienstleistungsgebäude - Klinische Forschung

Bern

Ausführungsplanung

2009-2010

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Studienauftrag Mehrfamilienhäuser Aeschenbrunnmattstrasse 42-44

Bremgarten 

In den geplanten Häusern an der Aeschenbrunnmattstrasse in Bremgarten, an einmaliger Lage, wohnen Sie inmitten einer intakten Naturlandschaft. Und dennoch sind Sie mit dem Bus, welcher vor der Haustür anhält, in 15 Minuten in Bern. Die Aare ist in 2 Fussminuten erreichbar und lädt zum Baden, Bräteln, Verweilen und Spazieren ein.
Durch die schöne Bauweise gliedern sich die Baukörper harmonisch in die Landschaft. Die gepflegten Gartenanlagen geben Raum zum Spielen und Verweilen.
Die Fassaden mit Holzfenstern sind nach Minergie-Standard geplant. Die einzelnen Hausteile verfügen über 5.5 Zimmer, grosszügig auf 3 Geschosse verteilt.
Die Raumhöhe und die offene Bauweise sowie die grossen Fensterflächen vermitteln ein von Licht durchflutetes nicht alltägliches Wohngefühl. Geräumige Balkone und Terrassen, der direkte Zugang zur Autoeinstellhalle und die Autonomie in den technischen Anlagen (individuelle Erdsondenheizung) sind weitere erwähnenswerte Vorteile.

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Neubau Geschäftshaus cube 116

Biel

Wettbewerb 1. Rang

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Sanierung Wohn- und Geschäftshaus Zieglerstrasse 62/64

Bern

Minergie Sanierung

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Neubau MFH BELLEVUE

Spiegel bei Bern

ARGE mit Frank Geiser

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Wettbewerb Wohnheim Bergquelle

Lenk

Programmatische Gesamtkonzeption

In Lenk im Simmental plant der Verein "Behindertenwerkstätte Obersimmental und Saanenland" ein Wohnheim mit integrierter Beschäftigung für 24 Bewohnerinnen und Bewohner, welche mental beeinträchtigt oder mehrfach behindert sind. Die Gebäude sind für behinderte Menschen ausgebildet.
Unter Erhalt und Einbezug des Bauernhauses sind zwei Neubauten vorgesehen. Alle drei Gebäude formen einen geschützten ‚Innenraum’; durchaus intentional als Sinnbild für ein Dorf en miniature oder einen Weiler, in dem sich das Zusammenleben gerade auch auf den Wegen zwischen A und B zu C – und zurück – abspielt. Folglich ist es hier als zentraler Bestandteil angedacht, dass BewohnerInnen, deren Wohngruppe etwa im Gebäude A angesiedelt ist, immer erst zu ‚ihrem’ Beschäftigungsatelier im Gebäude B gelangen, indem sie das Haus verlassen müssen. Auch die klare Trennung der oberen zwei Wohnebenen von der Ebene im Erdgeschoss dient dazu, Räume sowie Wege im Aussenbereich als gemeinschaftliche Dorf-Struktur wahrzunehmen.
Die beiden vorgeschlagenen Neubauten beweisen von ihrer Höhe, im Volumen und mit ihren polygonalen Formen Respekt gegenüber dem Vorhandenen. Sie sollen bewusst nicht als Gegenentwurf zur Topographie wahrgenommen werden und biedern sich dabei nicht gegenüber dem Vorhandenen an. So wird beispielsweise das Volumen des Bauernhauses auch in der Dachform der Neubauten interpretiert, dabei neu und eigenständig, wie es auch in der Nutzung der Dachflächen für Photovoltaik / Solarkollektoren weithin sichtbar wird. Im Verzicht auf das Vokabular historischer Konstruktionsweisen (Blendarkaden, Büge, Brettbaluster etc.) wird den Neubauten so auch im Ausdruck jene zeitgenössische Eigenständigkeit zugestanden, deren messerscharfe Kanten in ihrer artikulierten Andersartigkeit das vorhandene Alte verstärken.

Landschaft / Aussenraumgestaltung

Leitmotiv: „Die Idee der Aussenraumgestaltung heisst immer, die umliegende Landschaft wahr zu nehmen.“

Das bestehende Wohnheim Bergquelle bildet mit den zwei Neubauten einen selbstständigen Weiler, bestehend aus Alt- und Neubauten. Der Weiler liegt in der Ebene, im Schutze einer markanten Hügelkuppe, unweit der Simme und wird von der Oberriedstrasse durchquert. Der Weiler mit lockerem Baumbestand wird so zum gut integrierten Teil der Berglandschaft. Er steht in einer ortstypischen, artenreichen Magerwiese. Obstbäume und wenige einheimische Hochstammbäume, wie Bergahorn, Vogelbeere und Erle umgeben und durchziehen diesen Weiler.
Durch die bewusst gewählte Art der Positionierung der Häuser entsteht ein geschützter Platz. Auf diesem Platz findet täglich das gemeinsame Leben statt. Man überquert ihn, um von der Wohnung zum Arbeitsplatz zu gelangen, um zum Essen zu gehen oder man sitzt gemütlich auf einer Bank und beobachtet das Geschehen des Betriebes und die umliegende Landschaft.
Von der Oberriedstrasse führt die bereits existierende Zufahrt entlang einer kleinen „Hostet“ auf den neuen Siedlungsplatz. Der Platz ist autofrei und der Parkplatz liegt begrünt vor der Häusergruppe an der Oberriedstrasse. Sowohl Platz als auch Zufahrten (Anlieferung, Erschliessung, Feuerwehr) sind mit einem mit Feinkies abgestreutem Schwarzbelag angelegt. Dem haushälterischen Umgang mit dem zur Verfügung stehenden Land wurde sorgfältig Aufmerksamkeit geschenkt.

Neubauten

Mit den zwei Neubauten wird alles vermieden, was als ein für das Landschaftsbild unpassender, weil zu voluminöser Fremdkörper wirken oder interpretiert werden könnte. Insofern sieht sich diese ganz bewusst kleinmassstäbliche Architektur als vielschichtige Reaktion sowohl auf die Anforderungen des Raumprogramms, als auch auf jene, die durch den regionalen Kontext vorgegeben sind (Standort, Terrain, Aussenraum etc.). So stehen die Neubauten auch in einem Respektabstand zum Altbau, weil nur so eine ungetrübte Wahrnehmung des Altbaus von der Strasse her aus beiden (An-)Fahrtrichtungen gewährleistet ist. Gerade auch der unverbaute Blick auf die / von der bewohnten Stirnseite wurde gewichtet, da sie so der Qualität dient; nicht zuletzt für diejenigen, die darin arbeiten.
Sichtachsen erklären die Positionierung der Gebäudevolumen zueinander. Wenn die Neubauten in ihrer Polygonalität dennoch wie scheinbar zufällig platziert wirken, dann unterstützt selbst dies die Wahrnehmung des Ganzen als triangolares Ensemble ganz gezielt.
Mit der Gliederung in zwei Baukörper werden zentrale Anforderungen an das Raumprogramm erfüllt; etwa mit den geforderten 24 Wohnplätzen, die in 4 Wohngruppen mit je 6 Einzelzimmern organisiert sind – verteilt auf 2 Geschosse in 2 Gebäuden. Selbst die Beton“söckeli“ erklären sich aus dem Bezug zum Altbau, auch wenn sie nur Architektur-Experten auffallen würden.

Materialkonzept

Die Gebäudekerne werden in Beton realisiert, gegen die sich die Wohnbereiche durch eher warme Materialien wie Holz abheben. Auf Massnahmen, wie z.B. den vorbeugenden chemischen Holzschutz, wird vollumfänglich verzichtet. Konstruktive Detaillösungen stehen stattdessen im Vordergrund, um den Unterhalt, und damit auch das Alterungsverhalten, positiv zu beeinflussen. Im EG ist ein im Vergleich fusswarmer Hartsteinholzbelag vorgesehen, der sich in seiner Kombination von Holz und Zement im industriellen Bereich vielfach bewährt hat.

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Umbau Bally Design & Engineering Center

Schönenwerd

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Wettbewerb Turnhalle

Langnau 

2. Runde

Städtebauliches Konzept und ortsbauliche Qualität

Ziel des Entwurfes ist es, die Bausubstanz der vorhandenen Schulanlage zu erhalten, indem deren charakteristische Züge aufgenommen werden. Bereits in der bestehenden Situation ist zu erkennen, dass Turnhalle und Schulhaus in respektvollem Abstand zueinander stehen. Dies wurde mittels Einschub eines Pausenplatzes erreicht. Im vorliegenden Projekt wurde diese Sprache von Gebäude – Zwischenraum – Gebäude aufgegriffen. So wird auch die Neuorientierung des Aussenspielfeldes in Nord-Süd-Richtung als Respektsabstand zwischen der neuen und der bestehenden Sporthalle genutzt. Durch diese Anordnung entsteht eine klare Zonierung von der öffentlichen (Parkplatz) über die halb-öffentliche (Neue Sporthalle) zur schulischen Nutzung.
Das Gelände der bestehenden Schulanlage wird von einer Baumreihe umschlossen, die von einer geschnittenen Hecke und bestehenden Treppenaufgängen begleitet werden. Diese Gegebenheit wird beibehalten und durch eine zentrale Erschliessungsachse ergänzt, welche die Verbindung der gesamten Anlage bildet, an der sich neue und bestehende Gebäude und Plätze anordnen. Dies macht die gesamte Anlage sehr übersichtlich und dient der Orientierung.
Durch die funktional verdichtete Anordnung aller Anlagen wird auch der Landverbrauch minimiert und das gesamte nördliche Oberfeld bleibt als grosszügige Grünfläche erhalten.
Die Zufahrt zum Parkplatz bildet von der Napfstrasse aus den Beginn der Erschliessungsachse auf der öffentlichen Seite. Mit Ausnahme der Fortsetzung der Baumreihe wird der Parkplatz von Bauten und Bepflanzungen freigehalten, so dass der nördliche Bereich zusammen mit der angrenzenden Grünfläche weiterhin multifunktional genutzt werden kann, wie zum Beispiel für den Zirkus.
Die Carparkplätze sind so angeordnet, dass engere Quartierstrassen nicht befahren werden müssen.
Direkt neben der neuen Sporthalle sind die Veloabstellplätze angeordnet. Die Zufahrt wurde aus Sicherheitsgründen bewusst von der Parkplatzzufahrt getrennt. Sie erfolgt somit über die verkehrsberuhigte Oberfeldstrasse, nahe dem Eingang.
Die Zugänglichkeit für Zuschauer und Sportler wird bereits im Aussenraum klar getrennt; nicht zuletzt, um Besucherströme besonders bei Grossanlässen vorab zu entflechten.
Während Zuschauer direkt von der Verbindungsachse aus das Gebäude betreten und so ebenerdig vom Parkplatz zum Gebäude gelangen, werden Sportler über vorgelagerte Treppen parallel zur Verbindungsachse auf einen tiefer liegenden Zugang geleitet. Das Gelände zwischen Strasse und Treppe wird mittels begrünten Terrassen auf das Niveau des Sportlerzuganges geführt. Zerschnitten wird diese weiche Terrassierung durch eine behindertengerechte Rampe entlang der Strasse, welche den Sportlerzugang auch rollstuhlgängig erreichbar macht. Vor dem Zuschauereingang bildet ein grosszügiger Vorplatz mit Sitzbänken einen Treffpunkt und Ort zum Verweilen vor oder nach Veranstaltungen.

Gebäudekonzept

Schon mit der Trennung der Zugänge für Sportler und Zuschauer wird das Gebäude intern auf zwei Niveaus unterteilt. Ein unteres – ausschliesslich den Sportlern vorbehaltenes Niveau und ein oberes – repräsentatives – Niveau für die Zuschauer.
Zuschauerebene: Besucher betreten das Gebäude über zwei grosszügige Zugänge, welche auf einer Achse mit den Zugängen zur Tribüne liegen und somit freien Blick in die Halle bieten.
Das lang gestreckte, überhöhte Foyer bildet die Erweiterung des Vorplatzes im geschützten Innenraum. Durch seine längliche Form und in Kombination mit den beiden direkten Zugängen zur Tribüne wird der Raum in drei ruhige Zonen gegliedert (Garderobe, Gastronomie und Sanitäranlagen). Das Foyer wirkt durch seine Vollverglasung gegen Aussen wie eine Vitrine.
Sportlerebe: Bereits bei Eintritt haben Sportler direkte Sicht durch den Mehrzweckraum hindurch in die Sporthalle. Dabei erfolgt die Wegleitung über einen Schmutzgang durch die Umkleide in den Saubergang entlang der Sportfläche, welcher ebenfalls zu Aufwärmzwecken genutzt werden kann.
Der Geräteraum ist nördlich der Dreifachsporthalle, unter dem Gelände, angeordnet. Die Anlieferung erfolgt über eine Rampe im Aussenraum, welche ebenfalls als Fluchtweg genutzt wird.
Bei Fremdnutzung hat es zwei Treppenhäuser, je am Ende der Halle, welche als interne Verbindungen genutzt werden können. Diese gelten zugleich als Fluchttreppen.

Fassadenkonzept

Schützender Rahmen über der Halle
Die Fassade basiert auf einem Zwei- Seiten- System, welches sich zu den Freiräumen im Osten und Westen schliesst, hingegen nach Norden und Süden grosszügig öffnet. Die Nord-Süd-Orientierung der Glasfronten stellt somit die Schattenfreiheit der Spielflächen im Norden sicher. Im Süden hingegen übernimmt sie die Funktion einer einladenden, repräsentativen Vitrine.
Konstruktiv besteht die gesamte Fassadenhülle aus gedämmten Holzkasten- Fertigelementen, welche die Dämmung und Dichtung des Gebäudes übernehmen. Verkleidet wird das Gebäude mit 2m breiten, vertikalen Holztafeln aus Emmentaler Weisstanne. Diese sind jeweils mit einer Schattenfuge voneinander getrennt, um die Vertikalität deutlich lesbar zu machen.
Die Holzplatten werden mit einer silbergrauen Lasur vorbehandelt, die über die Jahre mit dem ergrauen des Holzes abgelöst wird. Durch diesen Überlagerungsprozess wird ein durchgängig homogenen Gesamteindruck sichergestellt, welcher für das optische Erscheinungsbild sehr wichtig ist.
Die Fassade der Sportlerebene wird mit vorfabrizierten Betonelementen verkleidet.
Der Sonnenschutz der Glasfronten wird durch eine aussenliegende wärme- und lichtregelnde Senkrechtmarkise übernommen.


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Neubau Doppelhäuser Aeschenbrunnmattstrasse 70-80

Bremgarten 

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Wettbewerb Loorenstrasse

Zürich - Witikon

2. Rang

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Wettbewerb Zentrum Sport und Sportwissenschaft

Bern

4. Rang

ARGE mit arb Architekten

Konzept Städtebau

Das Sportareal - ein Park           

Grossmasstäbliche Kubaturen und Flächen mit öffentlicher Nutzung liegen verteilt in einem Grünraum und unterscheiden sich von der angrenzenden, kleinteiligen Wohnbebauung im Süden. Dieser parkähnliche Raum wirkt als Übergang zu den grünen Naherholungsflächen entlang der Bremgartenstrasse im Norden und der Neubrückstrasse im Osten.

Eine einzige neue Kubatur

Wir führen diese Idee weiter und integrieren eine einzige Kubatur mit städtebaulicher Prägnanz. Dafür drehen wir das mit Kunstrasen versehende Sportfeld um 90° und erhalten den hierfür notwendigen Platz. Der Neubau fädelt sich wie das bestehende Gebäude A und das Sportfeld entlang der Neubrückstrasse auf. Das gesamte zusätzliche Raumprogramm wird von ihr aufgenommen. Diese Konzentration verringert den Flächenverbrauch und bringt Vorteile für Organisation, Kosten und Energie.
Die Gebäude B (Einfachsporthalle), C (Kleinsporthalle) und D (Chalet) werden rückgebaut. Das Gebäudes A mit Allwetterplatz bleibt mit minimalen Eingriffen erhalten.

Zwei Zugänge

Man betritt das Areal wie einen Park durch zwei schmale Zugänge. Eine neue Wegeverbindung in Nord-Süd-Richtung entsteht von der Bremgartenstrasse her zwischen Neufeldstadion und Altbau, bzw. Kunstrasenfeld hindurch zum Eingang des Neubaus und führt südlich davon weiter zur Bremgartenstrasse. Dieser Fuss- und Fahrradweg dient ebenso der Feinerschliessung und verbindet die beiden Gebäude miteinander.
Der bestehende Strasseneingang im Altbau bleibt erhalten. Den Neubau betritt man von Westen her. Dieser ist dem Sportgeschehen und dem Altbau zu- und dem motorisierten Strassenverkehr abgewandt. Hiermit wird ein ruhiger und grosszüger Eingangsplatz mit Aufenthaltsqualität ermöglicht. Er kann für Anlässe und als Pausen- und Treffpunkt genutzt werden. Im Altbau dient der vorhandene, dem zentralen Sportfeld zugewandte Eingang im Garderobengeschoss der Verbindung beider Gebäude. Das Kunstrasenfeld wird um einen Meter abgesenkt. Hierdurch wird der Altbau rückwärtig ebenerdig erschlossen und der Neubau kann bei guter Belichtung ins Erdreich gesenkt werden. Es entsteht ein grosszügiger Aussenraum mit Vorteilen für die Nutzung und Gebäudeerscheinung.

Landschaftsgestaltung

Eine vegetative Zeichensetzung mit Säuleneichen unterstreicht die Verbindung der Bereiche und dient der Wegeleitung. Eine ökologisch wertvolle Grünverbindung wird mit den Eichen (Quercus robur fastigiata) und der entsprechenden Unterpflanzung mit wilden Rosen (Rosa pimpinellifolia) sichergestellt. Die einheimische Bepflanzung führt zu einer ökologische Vernetzung.
Der durchlaufende Grünbereich entlang der Neufeldstrasse ist als Blumenwiese gehalten und weist eine Bepflanzung mit flachen Parrotien auf, welche den Alleebäumen keine Konkurrenz machen und mit Ihrem Wuchs und Verfärbungen eine charaktervolle Vorzone bilden.
Aussicht: Mit einer zukünftigen Umgestaltung der alten Buswendeschlaufe in einen Grünbereich würde man die stark durchgrünte Zone abschliessen und den Übergang in die Wohngebiete verdeutlichen.

Konzept Gebäude

Raumdisposition

Verteilung der Räume auf Alt- und Neubau               

Im Altbau befinden sich die Büroräume für den Universitätssport, im Neubau die des Instituts für Sportwissenschaft (ISPW). Gemeinsam genutzte Räume verteilen sich auf beide Bauten. Die Bibliothek verbleibt im Altbau mit dem PC-Pool, der Aufenthaltsbereich erhält seinen Schwerpunkt im Neubau (Cafeteria, Social Hub). Eine Buvette mit kleinem Aufenthaltsbereich wird im Altbau angeboten. Die Seminar-, sowie Sitzungs- und Vorbereitungsräume verteilen sich auf beide Bauten, um kurze Wege zu gewährleisten.

Der Altbau

Die Eingriffe in den Altbau werden minimal gehalten. Der PC-Pool kommt neben die Bibliothek in den heutigen Sitzungsraum im ersten Obergeschoss. Zwei Gruppenräume schliessen sich an. Im Erdgeschoss im heutigen Verpflegungsbereich werden der o. g. Sitzungsaal und zwei Büros für den Hausdienst geplant. Ein verkleinerter Pausenbereich mit Buvette verbleibt. Das Untergeschoss nimmt Nebenräume auf wie für den Server und zwei Lager für Sportgeräte jeweils in der Nähe vom Allwetterplatz und Kunstrasenfeld. Die Werkstatt wird mit den neu zu schaffenden Lagern für Aussengeräte des Hausdienstes ins Untergeschoss in den Neubau verlegt.

Der Neubau

Das neue Gebäude unterteilt sich in drei Bereiche: (a) den Eingang mit dem Treppenhauskern, (b) den Lehr- und Forschungsbereich und (c) die Sporträume. Im Eingangsbereich befinden sich die Räume mit hohem Öffentlichkeitsgrad wie das zentrale Sekretariat, der grosse Seminarraum und der Aufenthaltsbereich mit Cafeteria und Social Hub für die Mitarbeiter. Er geht über in den Erschliessungskern. Dieser liegt zentral, quer im Gebäude und trennt räumlich klar das Institut vom aktiven Sporttreiben. Vorteile ergeben sich für die Akustik, die Vibration, die Statik, den Brandschutz und die Fluchwege sowie für die Zugangskontrolle. Die Räume des ISPWs mit geringem Öffentlichkeitsgrad sind im ersten und zweiten Obergeschoss im vorderen Gebäudeteil untergebracht. Alle Sporträume liegen hinter dem Kern. Der Boden der Dreifachsporthalle befindet sich auf gleichem Niveau wie der Eingang mit dem Vorplatz und das Kunstrasenfeld, welche optisch eine zusammenhängende Fläche bilden. Sportaktivitäten in dieser Haupthalle sind von der Neufeldstrasse einzusehen.
Alle Räume sind flexibel nutzbar und Anpassungen an spätere Raumbedürfnisse mit geringem Aufwand durch gewährleistete Bauteiltrennung umzusetzen. Der gesamte Neubau sowie die Umgebung sind hindernisfrei geplant.

Die Erschliessung

Der Eingang führt an der Loge und dem grosszügig verglasten zentralen Sekretariat vorbei. Diese Ansprechadressen fördern direkten (Sicht-) Kontakt und verringern die Anonymität. Durch die Eingangshalle gelangt man seitlich zu den öffentlichen Bereichen wie dem grossen Seminarraum oder den Aufenthaltsräumen mit Verpflegung. Geradeaus weiter geht es zur doppelläufigen Haupttreppe, als zentraler Verteiler im Bereich des Treppenhauskerns. Aus Sicherheitsgründen findet hier eine Zugangskontrolle statt. Diese befinden sich jeweils vor den Sportbereichen im Alt- sowie Neubau.
Zum Umkleiden begibt man sich ins Untergeschoss. Hinter den Kabinen mit den Sanitäreinrichtungen wechselt der Schmutz- in den Sauberbereich und man erreicht direkt die beiden Kleinsporthallen und den Cardio-/Kraft-, bzw. Diagnostikraum. Über die zwei seitlichen Nebentreppenhäuser geht man hinauf ins Erdgeschoss zur Dreifachsporthalle. Diese dienen im Notfall den Büroräumen weiter oben als zusätzlicher Fluchtweg. Die Geräteräume sind der Dreifachsporthalle vorgelagert. Oberhalb von diesen befindet sich ein zweigeschossiger Innenhof, der die Dreifachsporthalle und den Kern belichtet und belüftet und die Trennung der Gebäudebereiche betont.
Über der grossen Hauptsporthalle befinden sich die Beachsportfelder auf dem Dach, die man über die Haupttreppe erreicht. Dieses Dach liegt um 1.85 m tiefer als das über den Büros. Diese Differenz generiert Raum für den Sport mit einer notwendigen Brüstung, ohne einen Höhenversprung in der Fassade zu sehen.
Im Untergeschoss befindet sich eine grosse Einstellhalle für ca. 450 Fahrräder, die zusätzliche offene Stellplätze auf dem Areal vermeidet und über eine Aussenrampe im Süden zu erreichen ist.

Eine Erweiterung

Bei einer Erweiterung wird die klare, oben beschriebene Gebäudezonierung fortgeführt. Die neue Dreifachsporthalle und die zweigeschossigen neuen Büros werden jeweils über den gleichen Bereichen angeordnet. Der Treppenhauskern wird nach oben erweitert und der Innenhof zweigeschossig mit Umkleide- und Sanitärräumen geschlossen. Darüber entstehen die der neuen Haupthalle vorgelagerten Geräteräume und über diesen wiederum ein Lichthof. Die Dächer im vorderen und hinteren Teil werden jetzt gleich hoch ausgeführt und die Beachsportbereiche an einem anderen Ort untergebracht. Die Trennung der verschiedenen Gebäudebereiche wird über die Haupttreppe betont. Die Hauptpodeste führen auf die Etagen der Lehr- und Forschungsräume im vorderen Teil des Gebäudes, die Verbindungspodeste zu den neuen Sportbereichen und so wie schon vor der Erweiterung zu den Beachsportfelder auf dem Dach.

Materialisierung

Farbgebung

Schweres, dunkles Material am Boden zieht sich vom Vorplatz in die Eingangshalle und den massiven Treppenhauskern herein und hinauf und zeigt sich ebenso in den massiven, hier aber hell gehaltenen Wänden und Decken. Dieser Gebäudebereich (a) steht im Kontrast zum Sportbereich (c) mit seinen weichen, Gelenk schonenden und bunten Fussböden und den mit Holz verkleideten Wänden (Akustikpanele, Prallschutz, etc.) und dem oben sichtbaren Holzingenieurbau. Im Bürobereich (b) herrscht das Material Holz vor. Alle drei Bereiche sind grossflächig nach aussen und innerhalb des Gebäudes zu angrenzenden Nutzungen hin verglast. Die äussere, ab dem ersten Obergeschoss angebrachte, vertikale Eichenholzverschalung wird auch im Innenraum deutlich wahrgenommen.

Die Fassade

Alle vier Seiten zeigen ein einheitliches Erscheinungsbild. Die vier Fassaden sind ähnlich gestaltet mit leichten Differenzen, um den verschiedenen Funktionen gerecht zu werden. Ab dem ersten Obergeschosses ist sie als Holzfassade ausgebildet, ebenso der komplette Lichthof. Diese zweischichtige Fassade besteht aussen aus einer vertikalen Verschalung. Die einzelnen Elemente sind mit Abstand zueinander und zur Trägerplatte befestigt. Vor den Fenstern weiten sich die Zwischenräume mit einer maximalen Breite auf Augenhöhe (im Stehen und Sitzen), um die Räume gut zu belichten. Das Material ist unbehandeltes Eichenholz in einem natürlich verwitterten, grau-braunem Farbton. Das Erdgeschoss ist auf allen vier Seiten raumhoch verglast, ebenso das Untergeschosses im Bereich der Abgrabungen vor den Sporträumen. Nur vor den Sporträumen liegen die oben in der Holzfassade integrierten Tragstützen vor der Fassade. Im Bürobereich wird der Sonnen- und Wärmeschutz konventionell mit Sonnenstoren aus Metall erreicht. Alle Instituts- und Sporträume sind an der Aussen-, bzw. Lichthoffassade angeordnet, um eine optimale Tageslichtnutzung und natürliche Belüftung zu gewährleisten.

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Wettbewerb Sporthalle Bitzius

Bern

2. Rang

Freie Sicht aufs Bitzius

Kommt man die Bitziusstrasse hoch, so ist das schlossartige Schulhaus aus dem Jahre 1909 wieder vollumfänglich sichtbar. Denn der Neubau aus Sporthalle und zwei Werkräumen wird ganz bewusst tief gehalten. Auch der Eingangsbereich des neuen Komplexes fügt sich harmonisch ein. Die Sport- halle wird Sockel des bestehenden Schulhauses und gibt ihm wieder mehr Präsenz: freie Sicht aufs Bitzius.

Ein attraktives Äusseres

Die Bitziusstrasse spielt weiter eine Rolle: Sie dient als Vorlage für die Form der neuen Halle. Leicht gebogen folgt das Gebäude der Strasse. Der Sockel neigt sich dabei zum Schulhaus hin etwas ab.
Eine Besonderheit des Baus sind seine Fenster. Von der Strasse aus ist einerseits sichtbar, wie sie spielerisch die Rhythmisierung des alten Schul- gebäudes aufnehmen. Andererseits spielen sie mit Höhen und Tiefen und erzeugen so entsprechende Neigungen im anschliessenden Terrain. Übrigens wurde auch das Trottoir mit den zehn Parkplätzen getauscht. Das freut die Fussgänger und kommt den Auto fahrenden sehr entgegen.

Die inneren Stärken

Der Hauptzugang der neuen Halle ist vom Pausenplatz und von den Aussen- plätzen her bestens erreichbar. Vom Schulhaus kommend, befindet sich der Zugang auf der Ebene der alten und neuen Werkräume.
Unter dem Eingangsbereich sind auf drei Stockwerken geschickt die Garde- roben, WC-Anlagen und weitere Nebenräume angeordnet.
Ein besonderes Augenmerk wurde der Sauberkeit geschenkt. So sind Ein- und Ausgänge der Garderoben strikte getrennt: vorne im Strassen-Tenu rein, hinten im Turn-Tenu raus.
Einen weiteren Eingang haben die Besucher, die von der Strasse her die Sporthalle betreten können. Mehr noch: Sie haben eine Galerie, die sie zu „echten“ Zuschauern macht und von wo aus sie die Sporthalle inklusive Kletterwand überblicken können.
A propos Kletterwand: Der Parcours beginnt im Sous-Sol und endet kurz unterhalb des Hallendachs. Die Länge entspricht in ungefähr der Hallenlän- ge und die Form kommt aus der Landschaft: Was aber draussen horizontal ist, wird innen an der Wand vertikal.

Eine wertvolle Schatulle

Ökologisch und ökonomisch: So können die Überlegungen zu den Materia- lien zusammengefasst werden. Aussen wird mit zweischaligem Sichtbeton gearbeitet, im Innenbereich ebenfalls mit Sichtbeton und einer Perimeter- dämmung gegen aussen.
Und: Eine Holz-Schatulle wird eingebaut. Der Holzboden der Halle findet an den Wänden seine Fortsetzung, bis auf ungefähr drei Meter haben wir eine einheimische Holzverkleidung. Wirkt warm und wertvoll. 

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Studienauftrag Chalet Campbell

Gutenbrunnenstrasse Lenk

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Wettbewerb Nutzungskonzept Schadaugärtnerei

Thun

1. Rang

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Sanierung Wohn- und Geschäftshaus Laupenstrasse 4

Bern

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Wettbewerb Seniorenwohnungen Reichenbach

Kandertal

2. Rang

Inmitten eines grünen Parks gelegen und mit Ausblick gegen Süden, mit viel Umsicht und Sorgfalt gebaut: Dies sind die Alterswohnungen „Südblick“ in Reichenbach.
Von aussen fällt auf, dass das Gebäude ein schönes Stück von der Strasse entfernt liegt. So wurde Platz für den Park geschaffen und den Nachbarn keine Aussicht genommen. Die Ausrichtung gegen Süden ist konsequent: im Erdgeschoss, in den zwei Obergeschossen und im Dach. Der Knick im Gebäude verkürzt dieses optisch, das Satteldach nimmt die Form auf: Auf diese Weise fügt sich der Bau elegant und schlank in die Umgebung ein. Die vertikallattige Holzfassade ist eine modern interpretierte Hommage ans Dorfbild. Ob man mit dem Wagen in die Tiefgarage fährt oder auf dem Fussweg das Gebäude betritt, überall wird auf die Bequemlichkeit der Bewohner geschaut und auf direkte Wege geachtet. Das Erdgeschoss bietet Platz für alles, was es braucht. Im Knick sind Eingang, Lift und Treppenhaus. Tritt man in eine Wohnung im ersten oder zweiten Stock, überrascht einen das viele Licht, die sonnige Lage mit fantastischem Blick und die moderne Inneneinrichtung. Die praktische, offene Küche mit Kontakt zu den andern Räumen sowie das Bad sind nordwärts gerichtet, Essen, Wohnen und Schlafen schauen südwärts. Die Fenster sind mit raumhohen Gläsern ausgerüstet, die Balkone wettergeschützt.
Was will man mehr? – Ja, den Kontakt zu den Mitbewohnern!
Diesen hat man im geschützten Laubengang im Norden und auf der geräumigen Terrasse im Süden. Die Idee vom Laubengang stammt übrigens von den Oberländer Bauernhäusern. Im ersten Stock liegt man bequem im Liegestuhl wenn’s auf der Terrasse zu heiss ist. Die Bauweise ist umweltfreundlich und effizient. So ist der hintere Teil des Gebäudes massiv gebaut, die Wohnungen sind in Leichtbauweise gefertigt und vorfabriziert. Sie werden sozusagen in den massiven Teil „geschoben“. Beim Südblick kommen deshalb nicht nur die Bewohner auf ihre Kosten, sondern auch die intakte Bergwelt und das ortsansässige Gewerbe auf ihre Rechnung.

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Wettbewerb Kunstmuseum Umbau/Erweiterung

Bern

2. Stufe

Idee

An den bestehenden kompakten Körpern des Kunstmuseums wird ein weiterer hinzugefügt. Dabei wird die Nordostfassade des Altbaus vollständig umhüllt und sein symmetrisches Prinzip übernommen. Die Fassadeneinteilung entsteht einerseits durch Projektion der „Stettler“-Fassade auf die Glashaut des Neubaus und andererseits durch Übernahme der horizontalen Gliederung des bestehenden Anbaus.

Raumorganisation

Vom Haupteingang her gelangt man neben dem Hodlersaal vorbei direkt in den Neubau, mit den Ausstellungsräumen in drei Geschossen. Eine flexible Einteilung der Ausstellungsräume ist mit je drei Eingängen garantiert. Auf dem Anlieferungsniveau sind Lager- und Technikräume angeordnet. Alle Geschosse werden über eine zenital belichtete Erschliessungszone entlang der Altbau-Fassade miteinander verbunden, die damit räumlich erlebbar bleibt.

Aussenräumliche Qualität

Der kompakte Eingriff beeinträchtigt den Aarehang nur minimal. Der neue Baukörper schwebt entlang der Hangkante über der geplanten Hecke. Durch die exakt definierten Öffnungen in der Fassade entstehen grosszügige Ausblicke auf den alten Baumbestand, Aussenraum und Innenraum verschmelzen hier.  

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Neubau Wohnüberbauung CHIRCHACHER

Muri bei Bern

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Wettbewerb Umbau Predigergasse 5

Bern

3. Rang

Erneuerung Liftanlage Predigergasse 5 Bern 

Die beiden bestehenden Lifte sind bezüglich der vertikalen und horizontalen Erschliessung in der Gebäudestruktur zentral angeordnet, der in den vierziger Jahren erstellte murale Liftschacht wirkt jedoch durch die Materialisierung wie ein Fremdkörper im Hof.

Unser Vorschlag stellt den Anspruch, einerseits den Hof wieder als klar umschlossene, gegen Norden offene Leere zu gestalten, andererseits auch die vertikale Erschliessung durch zwei behindertengerechte Lifte sowohl technisch wie auch ästhetisch zu verbessern.

Um die volumetrischen Eingriffe im Hof auf ein Minimum zu beschränken, schlagen wir einen schachtlosen, seilmechanischen, duplex Fassadenaufzug vor. An einem zentralen Turm aus eisernem Fachwerk werden die Zwillingslifte geführt. Der offene, dem Aussenklima ausgesetzte Schacht dringt vom Erdgeschoss bis ins 2.Unter-geschoss ein, im Bereich des Liftes wird damit der Korridor durch die verglasten Lifttüren natürlich belichtet.

Jeder Lift ist wie ein leuchtender Glaskörper konzipiert: ein farbiges Opalglas, einmal Rot und einmal Blau, umschliesst den Raum; die Beleuchtung der Kabinen ist entlang der Aussenhaut im Boden und in der Decke angeordnet. Die Lifte werden sich wie zwei selbständige dynamische Leuchtkörper an der Fassade bewegen.

Die technische Planung der Liftanlage wurde von einer renommierten ortsansässigen Liftbau-Firma begleitet.

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